Bodegas Gama

Bodegas Gama Octogenarius 2021: Für wen passt dieser Rioja?

Octogenarius 2021 von Bodegas Gama ist ein Rioja-Rotwein für Käufer, die Garnacha nicht nur als fruchtige Rebsorte, sondern als Herkunftswein aus sehr alten Rebanlagen kennenlernen möchten. Das kleine Familienprojekt sitzt in Cárdenas im Alto Najerilla und stellt bei Octogenarius bewusst die alten Garnacha-Bestände und eine handwerklich geprägte Verarbeitung in den Mittelpunkt.

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Der Wein passt besonders zu dir, wenn du einen strukturierten spanischen Rotwein für ein anspruchsvolleres Essen, eine Garnacha-Verkostung oder als Geschenk für einen Rioja-Kenner suchst. Wer dagegen vor allem einen unkomplizierten, leichten Alltagsrotwein möchte, braucht den besonderen Herkunfts- und Produktionsaufwand von Octogenarius nicht zwingend.

  • Für Garnacha-Fans: interessant, wenn alte Reben und eine konkrete Rioja-Herkunft stärker zählen als eine bekannte Crianza- oder Reserva-Bezeichnung.
  • Zu Lamm und Rind: eine sinnvolle Richtung für gebratenes oder geschmortes Fleisch mit Röstaromen und Kräutern.
  • Zu Pilzen: kräftigere Pilzgerichte oder ein Pilzrisotto können gut zu einem gereiften, strukturierten roten Rioja passen.
  • Als Geschenk: besonders passend für Weintrinker, die kleinere Rioja-Projekte und Garnacha bereits schätzen.
  • Für eine Vergleichsprobe: spannend neben einem stärker von Tempranillo geprägten Rioja, weil hier Garnacha im Mittelpunkt steht.

Wer Rioja zunächst gegenüber Ribera del Duero einordnen möchte, findet im Weinonaut-Ratgeber Rioja und Ribera del Duero im Vergleich eine praktische Übersicht zu Rebsorten, Herkunft und Ausbau.

Was zeichnet Bodegas Gama und Octogenarius aus?

Bodegas Gama ist ein kleines Familienprojekt in Cárdenas in La Rioja. Die heutige Bodega knüpft an die Weinbautradition der Familie an und wurde ab 2011 wieder für die eigene Weinbereitung hergerichtet. Nach Angaben des Betriebs befindet sich die historische Kellerei in einem Gebäude, das bereits von den Urgroßeltern genutzt wurde.

Für Octogenarius spielen die alten Garnacha-Bestände eine zentrale Rolle. Die Bodega beschreibt ihre Reben als mehr als 80 Jahre alt und nennt Weinberge beziehungsweise Bereiche in Sobrepalacio, Santa María und Valdechuecas. Die Reben werden traditionell als Buschreben erzogen.

Der Name „Octogenarius“ verweist damit auf das hohe Alter der Garnacha-Reben. Er sollte jedoch nicht als exakte Altersangabe für jede einzelne Rebe gelesen werden: Entscheidend ist die konkrete Weinbergsstruktur, nicht die Vorstellung, sämtliche Rebstöcke hätten exakt dasselbe Alter.

Handarbeit vom Weinberg bis in den Keller

Die Bodega beschreibt eine ausgesprochen selektive Arbeitsweise. Die Trauben werden von Hand in kleinen Kisten gelesen, bereits im Weinberg vorsortiert und anschließend in der Kellerei nochmals manuell kontrolliert. Die zweite Selektion erfolgt nach Angaben des Betriebs sogar Beere für Beere.

Die alkoholische Gärung startet natürlich und dauert ungefähr 20 Tage. Nach einer kurzen Phase im Edelstahltank kommt der Wein in neue Eichenfässer, wo die malolaktische Gärung spontan erfolgt. Danach bleibt er weiter im Fass, bis die Bodega den gewünschten Entwicklungsstand erreicht sieht.

Die Produktionsmenge bleibt klein: Der Betrieb nennt ungefähr 3.000 Flaschen, abhängig vom jeweiligen Jahrgang. Diese geringe Menge ist ein nachvollziehbarer Grund für die besondere Positionierung des Weins, aber keine Garantie dafür, dass er jedem besser schmeckt als ein größer produzierter Rioja.

Octogenarius 2021 zu Essen und als Geschenk

Garnacha kann je nach Standort und Ausbau sehr unterschiedlich ausfallen. Bei Octogenarius stehen alte Reben, sorgfältige Selektion und Fassausbau stärker im Vordergrund als ein möglichst unkomplizierter Primärfruchtstil. Entsprechend lohnt sich die Flasche besonders bei Gerichten mit genügend Intensität.

  • Lamm: gebratenes Lammkarree, Lammkeule oder langsam geschmortes Lamm mit Kräutern sind besonders naheliegende Kombinationen.
  • Rind: Roastbeef, Rinderbraten oder geschmortes Rind funktionieren besser als sehr leichte Fleischgerichte.
  • Wildgeflügel: Ente oder anderes aromatischeres Geflügel kann eine interessante Alternative zu rotem Fleisch sein.
  • Pilze und Gemüse: Steinpilze, geschmorte Pilze oder geröstetes Wurzelgemüse bieten auch ohne Fleisch genügend aromatische Tiefe.
  • Hartkäse: gereifter Manchego oder andere feste, würzige Käse sind sinnvoller als sehr milde Frischkäse.

Als Geschenk eignet sich Octogenarius besonders für jemanden, der Rioja bereits kennt und bewusst etwas abseits der bekannten großen Bodegas sucht. Die Geschichte der alten Garnacha-Reben und des kleinen Familienbetriebs gibt der Flasche dabei einen nachvollziehbaren persönlichen Bezug.

Wer Rebsorten wie Garnacha, Tempranillo und Graciano geschmacklich besser unterscheiden möchte, kann zusätzlich den Weinonaut-Ratgeber Rebsorten nach Geschmack, Essen und Anlass nutzen.

Häufige Fragen zu Bodegas Gama und Octogenarius

Woher kommt Bodegas Gama?
Bodegas Gama sitzt in Cárdenas in La Rioja. Die Weinberge des Projekts liegen im Bereich des Alto Najerilla.
Welche Rebsorte ist Octogenarius?
Octogenarius wird von der Bodega als Wein aus Garnacha beschrieben. Die Rebsorte gehört zu den traditionellen roten Sorten der DOCa Rioja.
Was bedeutet der Name Octogenarius?
Der Name verweist auf die sehr alten Garnacha-Reben des Projekts. Die Bodega beschreibt ihre Rebanlagen als mehr als 80 Jahre alt. Daraus sollte jedoch kein identisches exaktes Rebalter für jeden einzelnen Stock abgeleitet werden.
Wo wachsen die Trauben für Bodegas Gama?
Die Bodega nennt für ihre alten Rebanlagen die Bereiche Sobrepalacio, Santa María und Valdechuecas bei Cárdenas im Alto Najerilla.
Wie wird Octogenarius hergestellt?
Bodegas Gama beschreibt Handlese in kleinen Kisten, eine erste Selektion im Weinberg und eine weitere manuelle Beerenauswahl in der Kellerei. Nach natürlicher alkoholischer Gärung folgt die malolaktische Gärung im Eichenfass; anschließend wird der Wein weiter im Fass ausgebaut.
Ist Octogenarius ein Crianza oder Reserva?
Aus dem Namen Octogenarius lässt sich keine Crianza-, Reserva- oder Gran-Reserva-Stufe ableiten. Diese Rioja-Bezeichnungen folgen eigenen Reiferegeln. Für die konkrete Flasche ist ausschließlich die tatsächlich ausgewiesene Klassifikation maßgeblich.
Zu welchem Essen passt Octogenarius 2021?
Eine gute Ausgangsrichtung sind Lamm, Rind, Ente, kräftige Pilzgerichte und gereifter Hartkäse. Sauce, Garart und Intensität des Gerichts sollten bei der endgültigen Auswahl mitberücksichtigt werden.
Eignet sich Octogenarius 2021 als Geschenk?
Ja, besonders für Rioja- und Garnacha-Fans sowie für Weintrinker, die kleine Produzenten und alte Rebanlagen interessant finden. Für jemanden, der sehr leichte und einfache Rotweine bevorzugt, ist die Flasche weniger naheliegend.
Ist Wein von alten Reben automatisch besser?
Nein. Alte Reben können geringe Erträge und besonderes Ausgangsmaterial liefern, sind aber keine automatische Qualitätsgarantie. Standort, Jahrgang, Traubenqualität und Weinbereitung bleiben ebenso entscheidend.
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