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Kalksteinherkunft in Saint-Émilion
Château Rocheyron befindet sich bei Saint-Christophe-des-Bardes und trägt die Herkunftsbezeichnung Saint-Émilion Grand Cru. Die Rebfläche umfasst 8,45 Hektar auf dem historischen Kalksteinplateau von Saint-Émilion. Im Untergrund liegt Asterienkalk aus dem Unteroligozän; die Böden werden als kalkhaltig beschrieben.
Die offizielle Gebietsdokumentation führt für Château Rocheyron eine Rebsortenverteilung von 80 Prozent Merlot und 20 Prozent Cabernet Franc an. Damit stehen zwei für Saint-Émilion wesentliche rote Sorten im Mittelpunkt. Einen grundlegenden Überblick zu den Herkünften und Rebsorten von Bordeaux bietet der Ratgeber zu Bordeaux-Weinen.
Gemeinsame Führung seit 2010
Seit 2010 teilen sich Silvio Denz und Peter Sisseck die Führung von Château Rocheyron. Sisseck ist ein dänischer Önologe; die gemeinsame Leitung bildet den klaren personellen Rahmen des Weinguts.
Im Weinberg arbeitet Château Rocheyron seit 2014 nach biodynamischen Prinzipien. Für die biologische Landwirtschaft besteht eine Zertifizierung ab dem Jahrgang 2020. Der Jahrgang bezeichnet dabei die Ernte eines bestimmten Jahres, nicht das Datum einer späteren Abfüllung oder Veröffentlichung.
Vinifikation und Ausbau
Die Vinifikation erfolgt schonend und bei niedrigen Temperaturen in temperaturgesteuerten Betontanks.
Anschließend reifen die Weine 18 Monate in Fässern aus französischer Eiche. Dieses klar benannte Verfahren verbindet die Arbeit im Keller mit der auf Kalkstein beruhenden Herkunft des Guts, ohne die beiden Ebenen gleichzusetzen.
Zweitwein
Neben Château Rocheyron gehört La Fleur de Rocheyron als Zweitwein zur eigenen Weinlinie. Die Bezeichnung Zweitwein beschreibt eine separate Cuvée innerhalb eines Weinguts und keine eigenständige Appellation.