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Von Tain zur Maison M. CHAPOUTIER
Die dokumentierte Geschichte beginnt 1808 mit der Gründung von „Calvet et Compagnie“ in der Rue de l’Hermitage in Tain. Erst 1955 erhielt das Unternehmen unter Marc Chapoutier den Namen M. Chapoutier. Die Rhône bildet dabei das historische Zentrum der Maison.
Heute beschreibt die Unternehmensgeschichte M. CHAPOUTIER als Familienunternehmen: Mathilde und Maxime Chapoutier repräsentieren gemeinsam mit Corinne und Michel Chapoutier die nächste Generation des Familienunternehmens. Neben der Rhône nennt die Maison Weinbau-Engagements unter anderem im Roussillon, in Australien und Portugal.
Parzellen als eigene Weinidee
1989 führte Michel Chapoutier die ersten Sélections Parcellaires ein. Gemeint sind Selektionen aus einzelnen Weinbergsparzellen. Das Prinzip zielt nicht auf eine bloße Rangfolge von Weinen, sondern auf die möglichst präzise Darstellung einer konkreten Herkunft: Die Maison beschreibt eine Einzellagenselektion als exakte „Fotografie“ eines Terroirs.
Diese Ausrichtung macht die Parzellenselektionen zum zentralen Orientierungspunkt innerhalb der Weinwelt von M. CHAPOUTIER. Im Vordergrund steht die jeweilige Parzelle und ihr Terroir, nicht eine Vereinheitlichung unterschiedlicher Herkünfte.
Biodynamie und Braille auf dem Etikett
Seit 1991 bezeichnet M. CHAPOUTIER Biodynamie als wesentlichen Teil der eigenen Philosophie. Nach Darstellung der Maison schließt dieser Ansatz den Verzicht auf chemische Pestizide und Herbizide ein. Die Angabe beschreibt die Grundhaltung des Hauses; Aussagen über einzelne Weine oder konkrete Zertifizierungen ergeben sich daraus jedoch nicht automatisch.
Ein weiteres prägnantes Zeichen der Maison sind die Etiketten: Seit 1996 tragen nach eigener Angabe sämtliche Etiketten Weininformationen in Brailleschrift. Die Maison versteht dies als Hommage an Maurice Monier de la Sizeranne. So verbindet sich ein funktionales Detail der Flasche mit einem bewusst gepflegten historischen Bezug.