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Eine Islay-Brennerei mit klarer Rauchsignatur
Ardbeg führt das Jahr 1815 als Gründungsjahr und gehört zu den traditionsreichen Brennereien auf Islay. Die Brennerei liegt an der wilden Südküste der schottischen Insel. Seit dem Kauf durch The Glenmorangie Company im Jahr 1997 ist Ardbeg Teil des Moët-Hennessy-/LVMH-Portfolios.
Im Mittelpunkt der Markenidentität steht ein besonders rauchiger Islay Single Malt. Ardbeg beschreibt die Verbindung von intensiver Torfigkeit und ausgeprägter Süße als „Peaty Paradox“. Das ist keine Alters- oder Fasskategorie, sondern eine markeneigene Bezeichnung für den angestrebten Kontrast im Stil.
Der Purifier als technisches Detail
Eine Besonderheit der Brennerei befindet sich am Lyne Arm der Spirit Still, also an der Leitung zwischen Brennblase und Kondensation: der Purifier. Schwerere Dämpfe werden dort abgekühlt und zur erneuten Destillation zurückgeführt. Dieser Rückfluss schafft mehr Kontakt mit Kupfer und beeinflusst den Brennvorgang. Ergänzt wird die technische Handschrift durch die Wasserquelle: Das für Ardbeg verwendete Wasser kommt aus Loch Uigeadail oberhalb der Brennerei auf Islay.
Wiedereröffnung, historische Abfüllungen und Committee
Nach der Wiedereröffnung 1997 erschienen als erste Abfüllungen unter anderem Ardbeg 17 Years Old, der 1978 Vintage und Ardbeg Provenance. Die frühen Abfüllungen umfassten damit eine Abfüllung mit Altersangabe, eine Vintage-Abfüllung und Ardbeg Provenance.
Im Jahr 2000 wurde das Ardbeg Committee ins Leben gerufen. Es bündelte die Anhängerschaft der Marke und sollte die Zukunft der Brennerei symbolisch absichern. Damit gehört das Committee selbst zur Geschichte der Wiederbelebung Ardbegs nach dem Eigentümerwechsel von 1997.