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Vom Landhaus zum Franciacorta-Produzenten
Die Geschichte von Ca’ del Bosco beginnt in den Hügeln von Erbusco: Annamaria Clementi Zanella, die Mutter von Maurizio Zanella, erwarb dort ein Haus namens „Ca’ del Bosc“ mit zwei Hektar Land. 1968 pflanzte Ca’ del Bosco den ersten Weinberg; die offizielle Weinbergsübersicht nennt 1972 als erstes Produktionsjahr. Aus diesem Ausgangspunkt entwickelte sich der heutige Produzent und die eigenständige Marke Ca’ del Bosco innerhalb der Franciacorta.
Ca’ del Bosco weist eine eigene Rebfläche von 273,5 Hektar aus. Die Marke gehört zur Gruppo Santa Margherita, bewahrt laut ihrer eigenen Historie jedoch den Beitrag von Maurizio Zanella sowie ihre Identität und Autonomie. Damit steht Ca’ del Bosco zugleich für eine klar profilierte Marke und für einen größeren Unternehmensverbund.
Die „Ca’ del Bosco Method“
Die Produktionsweise beschreibt der Produzent als eigene „Ca’ del Bosco Method“. Zu ihren ausdrücklich genannten Bausteinen gehören die Handlese, die Kühlung der Trauben, die Pressung ganzer Trauben und eine manuelle Selektion. Hochwertige Moste werden nach Einzellagen vinifiziert. Der Ablauf setzt damit auf mehrere Selektions- und Trennungsschritte, bevor die Moste weiterverarbeitet werden.
Auch die Bewirtschaftung ist Teil des Markenprofils: Ca’ del Bosco bezeichnet seinen Weinbau seit 2014 als zertifiziert biologisch und stellt den Schutz der Biodiversität als einen seiner Markenwerte heraus.
Historische Linien der Marke
Eine zentrale historische Referenz ist die Cuvée Annamaria Clementi. Der Vintage-Franciacorta wurde der Gründerin gewidmet und trägt ihren Namen. Die Benennung verbindet die heutige Weinmarke unmittelbar mit dem Ursprung der Geschichte in Erbusco.
Eine andere Entwicklungslinie führt zur Cuvée Prestige Edizione. Sie geht laut Produzent auf den 1976 eingeführten Franciacorta Pinot zurück und entwickelte sich über Franciacorta Brut N.V. zur heutigen Editionslinie. An diesen Namen lässt sich ablesen, wie Ca’ del Bosco eigene Weine über mehrere Stationen hinweg fortgeführt und neu gefasst hat, ohne die historische Herkunft der Linie aus dem Blick zu verlieren.