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Vom Weinbergsprojekt zur Marke im Bierzo
Casar de Burbia, S.L. ist im offiziellen Verzeichnis der Weingüter der Herkunftsbezeichnung Bierzo geführt. Der Ursprung des Projekts liegt jedoch zunächst im Weinberg: 1989 begann Nemesio Fernández im Alter von 55 Jahren, eigene Weinberge aufzubauen. Casar de Burbia entstand aus dem Erwerb alter Rebflächen in den höher gelegenen Bereichen von Valtuille de Arriba.
Diese Herkunft bildet den roten Faden der Marke. Casar de Burbia positioniert seine Weine über autochthone Rebsorten, biologische Bewirtschaftung und die Arbeit mit einzelnen Weinbergen. Die Erwähnung biologischer Bewirtschaftung ist dabei nicht mit einer ausdrücklich belegten Bio-Zertifizierung gleichzusetzen.
Mencía und der Erhalt alter Reben
Mencía steht im Mittelpunkt der Rebsortenidentität. In der Familienchronik des Projekts wird sie als autochthone Rebsorte des Bierzo bezeichnet. Zur Bewahrung alter Weinberge wurden alte Mencía-Reiser auf Palomino-Rebstöcke aufgepfropft. Dieses Vorgehen verweist auf den Erhalt historischen Rebmaterials und auf eine Weinbergsarbeit, die eng mit den gewachsenen Parzellen verbunden ist.
Eine schrittweise Entwicklung
1998 brachte Casar de Burbia erstmals einen Jahrgang unter dem Siegel der DO Bierzo in Flaschen heraus. Damit wurde aus dem über Jahre aufgebauten Weinbergsprojekt eine klar erkennbare Weinmarke innerhalb der Herkunftsbezeichnung. 2002 errichteten Nemesio Fernández und sein Sohn Isidro die eigene Kellerei.
Casar de Burbia lässt sich daher vor allem über seine geografische und historische Konzentration einordnen: alte Weinberge in Valtuille de Arriba, Mencía als zentrale Rebsorte und der Anspruch, einzelne Weinberge als Ausdruck des Bierzo herauszuarbeiten. Die Geschichte der Marke beginnt nicht mit einer möglichst breiten Stilwelt, sondern mit der Sicherung und Weiterentwicklung präzise verorteter Rebflächen.