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Vom Besitz Braneyre zum Château Branaire-Ducru
Die ersten dokumentierten Akte der Besitzgeschichte datieren auf 1680: Jean-Baptiste Braneyre erwarb damals einen Teil des Besitzes Beychevelle. Seine Nachkommen aus der Familie Du Luc ließen 1824 das Château errichten. Später ging der Besitz an Gustave Ducru über – ein Namensbestandteil, der bis heute erhalten ist.
In der Médoc-Klassifikation von 1855 erscheint Branaire-Ducru als Quatrième Grand Cru Classé. Diese historische Einordnung ist eine Klassifikation des Weinguts innerhalb der damals festgelegten Rangordnung; sie ist nicht mit einer Jahrgangsbewertung gleichzusetzen. Patrick Maroteaux und seine Familie erwarben das Château 1988. Seit 2017 wird es von François-Xavier Maroteaux weitergeführt.
Weinberg und Kellerarbeit
Der Weinberg in Saint-Julien umfasst 60 Hektar und verteilt sich auf etwa 15 unterschiedliche Mikrolagen. Im Rebsortenspiegel dominiert Cabernet Sauvignon mit 65 Prozent; hinzu kommen Merlot mit 28 Prozent, Petit Verdot mit 4 Prozent und Cabernet Franc mit 3 Prozent.
Bereits 1991 richtete das Château einen modernen, gravitationsbetriebenen Gärkeller ein. Das Prinzip ermöglicht die Vinifikation nach Parzellen, ohne die Trauben zu pumpen. Damit ist die technische Anlage unmittelbar auf die getrennte Verarbeitung der unterschiedlichen Weinbergspartien ausgerichtet.
Zertifizierter Umweltmanagement-Rahmen
Seit 2017 trägt das Anwesen die HVE-Zertifizierung der Stufe 3. Zudem ist es laut Produzent seit 2020 nach dem Bordeaux Wine Environmental Management System zertifiziert, das auf ISO 14001 basiert.