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Ein klassifiziertes Château aus Saint-Julien
Château Ducru-Beaucaillou ist als Grand Cru Classé in der Appellation Saint-Julien im Médoc verankert. In der Bordeaux-Klassifikation von 1855 erhielt das Château den Rang eines Deuxième Cru Classé. Diese Bezeichnung ist eine historische Klassifikation des Châteaus und sollte nicht mit einer Bewertung eines einzelnen Jahrgangs gleichgesetzt werden.
Die offizielle Website wird von Ducru Beaucaillou SA mit Sitz in Saint-Julien Beychevelle herausgegeben. Bruno-Eugène Borie wird vom Château als ansässiger Eigentümer sowie als Vorsitzender des Verwaltungsrats ausgewiesen.
Beaucaillou: der Name der Kiesel
„Beaucaillou“ bedeutet sinngemäß „schöne Kiesel“ und nimmt unmittelbar auf die Böden des Anwesens Bezug. Die offizielle Darstellung beschreibt Gunz-Schotter mit Quarzkieseln, die von der alten Garonne abgelagert wurden. Damit bewahrt bereits der Name eine konkrete geologische Referenz, statt lediglich eine Orts- oder Familienbezeichnung zu sein.
Eine Geschichte über mehrere Familien
Der dokumentierte historische Ausgangspunkt liegt im Jahr 1720: Jacques de Bergeron heiratete Marie Dejean, die Erbin des Weinbergs. In der weiteren Geschichte werden sechs Familien als prägend für das Anwesen genannt: Desjean, Bergeron, Ducru, Johnston, Desbarats und Borie.
Für die jüngere Geschichte markiert 1942 einen Einschnitt. Francis Borie übernahm Château Ducru-Beaucaillou damals zunächst in einem lebenslangen Pachtverhältnis; damit begann die Borie-Ära. Die Verbindung aus der Klassifikation von 1855, dem ausdrücklich bodenbezogenen Namen und der überlieferten Abfolge von Besitzerfamilien bildet den sachlichen Kern der Identität von Château Ducru-Beaucaillou.