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Ein Weinberg mit dokumentierter Tiefe
Die Geschichte von Château Haut-Bailly reicht an diesem Standort bis ins Jahr 1461 zurück: Bereits damals wurden am Ort Pujau Reben kultiviert. Im 17. Jahrhundert wurden die Grundlagen für den modernen Weinberg gelegt. Damit steht der Name nicht allein für ein einzelnes Château, sondern für einen über Jahrhunderte gewachsenen Weinbauplatz in Léognan innerhalb von Pessac-Léognan.
Eine besondere Kontinuität verkörpern vier Hektar alte Reben. Sie wurden nach Angaben des Guts 1905 unter Alcide Bellot des Minières gepflanzt und werden bis heute erhalten. Solche historischen Pflanzungen sind ein konkret fassbarer Teil der Identität von Haut-Bailly.
Böden und Weine
Die Reben stehen auf Böden aus Kies, Sand und Ton; zum Untergrund zählen auch Fossilien und marine Sedimente. Château Haut-Bailly verweist auf diese geologische Zusammensetzung als einen Faktor, der zur Frische seiner Weine beiträgt. Die Beschreibung macht deutlich, dass die Herkunft des Weins hier eng mit der differenzierten Bodenstruktur des Weinbergs verbunden wird.
Zum Haus gehören der Wein Château Haut-Bailly und Haut-Bailly•II, der zweite Wein des Guts. Seit 2012 betreut das Team von Haut-Bailly zudem den Weinberg von Château Le Pape. Dessen Ernten fließen seit 2022 in Haut-Bailly•II ein – eine klar datierte Verbindung zwischen den beiden Gütern und der zweiten Weinlinie.
Kontinuität seit 1998
Robert G. Wilmers erwarb Château Haut-Bailly 1998. Nach seinem Tod im Jahr 2017 führt seine Familie die Arbeit des Weinguts fort. Diese jüngere Familiengeschichte steht neben der deutlich weiter zurückreichenden Geschichte des Weinbergs und seiner erhaltenen alten Reben.