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Ein klassifizierter Besitz in Saint-Julien
Château Lagrange steht für den Saint-Julien-Erzeuger, der 1855 als 3ème Grand Cru Classé klassifiziert wurde. Der gesamte Besitz liegt in der Appellation Saint-Julien. Seine Weinberge erstrecken sich als ein zusammenhängender Block im westlichen Teil der Appellation – eine klar umrissene Struktur, die zum Profil des Weinguts gehört.
Die Klassifikation von 1855 ist eine historische Einordnung der führenden Médoc-Güter. Die Bezeichnung 3ème Grand Cru Classé verweist bei Château Lagrange daher auf diese feste Stellung innerhalb der damaligen Klassifikation, nicht auf eine jährlich neu vergebene Bewertung.
Von der „grange“ zur modernen Eigentümergeschichte
Die offizielle Geschichte des Châteaus führt die ersten Spuren bis ins Mittelalter zurück. Das Wort „grange“ bezeichnete zu jener Zeit ein weitläufiges Gut. Im späten 18. Jahrhundert erscheint Château Lagrange zudem in einem prominenten historischen Dokument: Thomas Jefferson besuchte den Besitz 1787 und ordnete ihn in seiner persönlichen Médoc-Klassifikation als Third Classified Growth ein.
Seit 1983 gehört Château Lagrange zur japanischen Suntory-Gruppe. Diese Übernahme markiert eine klar datierbare Phase der jüngeren Gutsgeschichte und prägt den Besitz bis heute.
Heritage Collection
Mit der Heritage Collection hat Château Lagrange eine Reihe limitierter Editionen geschaffen. Sie nimmt ausdrücklich Bezug auf die Geschichte des 1983 von Suntory übernommenen Besitzes und stellt damit einen historischen Markenstrang neben dem regulären Namen Château Lagrange dar.
Namen richtig zuordnen
Château Lagrange in Saint-Julien ist nicht mit dem gleichnamigen Château Lagrange in Côtes de Bourg zu verwechseln. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Betrieb.