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Ein Anwesen mit dokumentierter Familiengeschichte
1893 erwarb Henry Raba Château Larcis Ducasse. Das Weingut blieb über mehrere Generationen mit seiner Familie verbunden; heute führt die Produzentenseite die Familie Gratiot-Attmane als Eigentümerin. Damit steht hinter dem Namen eine Besitzgeschichte, die sich bis ins späte 19. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.
Aus dieser Zeit stammt auch ein wesentliches Element der Kellergeschichte: Um 1898 richtete das Gut einen Schwerkraftkeller ein. Bei diesem Prinzip werden Trauben, Most oder Wein durch Höhenunterschiede bewegt, statt sie ausschließlich zu pumpen. Château Larcis Ducasse zählt nach eigener Darstellung zu den frühen Gütern der Region, die einen solchen Keller nutzten.
11,30 Hektar in unterschiedlichen Reliefzonen
Der Weinberg umfasst 11,30 Hektar und zieht sich über sanfte wie steile Hänge und Terrassen. Die Terroirbeschreibung des Guts gliedert ihn in drei wesentliche Bereiche: ein Kalksteinplateau, die nach Süden ausgerichteten Terrassen der Grande Côte sowie den Hangfuß. Dort wachsen Reben mit tieferem Wurzelsystem.
Merlot nimmt im Rebsortenspiegel die zentrale Rolle ein. Cabernet Franc wird auf sandig-lehmigen und kalkreichen Böden kultiviert. Diese Verbindung von Rebsorten und klar voneinander beschriebenen Parzellen bildet den weinbaulichen Rahmen von Château Larcis Ducasse.
1er Grand Cru Classé seit 2012
2012 erfolgte die Beförderung von Château Larcis Ducasse zum 1er Grand Cru Classé innerhalb der Saint-Émilion-Klassifikation. Die Bezeichnung ist eine Klassifikationsstufe und zugleich ein wichtiger Fixpunkt der jüngeren Geschichte des Guts.
Château Larcis Ducasse und Murmure de Larcis Ducasse
Neben dem Wein unter dem Namen Château Larcis Ducasse dokumentiert das Gut die eigenständige Linie Murmure de Larcis Ducasse. Für Murmure de Larcis Ducasse sind auf den offiziellen Unterlagen unter anderem die Jahrgänge 2019 und 2020 verzeichnet. Die Linie gehört damit zum belegten Marken- und Jahrgangskontext des Anwesens.