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Ein eigenständiges Pomerol-Projekt seit 1979
Mit dem Erwerb von Le Pin im Jahr 1979 erhielt Jacques Thienpont die Möglichkeit, einen eigenen Wein zu erzeugen. Das Gut arbeitet unter der Herkunftsbezeichnung AOC Pomerol. Seine heutige Weinbergsfläche setzt sich aus sieben einzelnen Parzellen zusammen und beträgt insgesamt etwa zwei Hektar.
Diese konkrete Parzellenstruktur bildet den Rahmen für einen Betrieb, dessen Weinbau vollständig auf eine Rebsorte konzentriert ist: Merlot nimmt 100 Prozent der Pflanzungen ein. Der Name Le Pin steht damit nicht für eine Bordeaux-Cuvée, sondern für einen reinsortigen Merlot aus Pomerol.
Boden, Rebsorte und Ausbau
Die Weinberge liegen auf Böden, die als argilo-graveleux und sablo-graveleux bezeichnet werden – also als Verbindungen von Ton und Kies beziehungsweise Sand und Kies. Hinzu kommen Spuren von Eisen. Diese Angaben beschreiben die geologische Grundlage der sieben Parzellen; sie sind keine eigene Klassifikationskategorie.
Im Keller erfolgt die Vinifikation in kleinen Tanks aus Edelstahl. Anschließend wird der Wein 18 Monate in neuen Barriques ausgebaut. Ein Barrique ist ein kleines Holzfass; „neu“ bezeichnet dabei Fässer, die zuvor noch nicht für die Reifung eines Weins verwendet wurden. Bei Le Pin gehören die kleinen Edelstahltanks und der anschließende Ausbau in neuen Barriques fest zur dokumentierten Herstellungsweise.
Orientierung bei Jahrgangsangaben
Bei einer Flasche Le Pin bezeichnet die Jahreszahl den Jahrgang, also das Erntejahr der Trauben. Sie ist von der Herkunftsbezeichnung AOC Pomerol und von den Angaben zu Rebsorte, Parzellen oder Fassausbau zu unterscheiden.