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Ein Familiengut mit dokumentierter Geschichte
Le Puy liegt nach eigener Beschreibung am Coteau des Merveilles in Saint-Cibard. Die Geschichte der Familie Amoreau am Ort ist für das Haus keine bloße Herkunftserzählung: Die offiziellen Archive nennen 1610 als frühesten Zeitpunkt der bekannten Vorfahren, die auf dem Gut Le Puy lebten. Daraus leitet die Familie ihre Bezeichnung als Weinbauern in 15 Generationen ab.
Diese lange Kontinuität spiegelt sich auch in den Namen der Weine. Emilien gilt als historische Cuvée des Guts und soll alle Parzellen des Betriebs widerspiegeln. Barthélemy, Rose-Marie und Marie-Cécile tragen ebenfalls Namen aus der Familiengeschichte. Solche Bezeichnungen sind damit keine austauschbaren Etiketten, sondern Teil der überlieferten Identität von Château Le Puy.
Arbeit im Weinberg und im Keller
Im Weinberg schließt Château Le Puy synthetische Dünger und chemische Produkte aus. Stattdessen nennt das Gut Pflanzenaufgüsse, Hornkompost und dynamisierte Präparate als Bestandteile seiner Praxis. Nach eigener Darstellung erhielt der Betrieb zunächst die Ecocert-Akkreditierung für biologischen Anbau und anschließend die Demeter-Akkreditierung für Biodynamik.
Auch im Keller formuliert das Haus einen klaren, eingriffsarmen Ansatz: Die Gärung erfolgt mit natürlichen Hefen und nach einer als „Infusion“ bezeichneten Methode. Als Besonderheit beschreibt Château Le Puy zudem die „Dynamisation“, eine manuelle Form der Bâtonnage. Bâtonnage meint das Aufrühren der Hefe im Wein; hier wird die Arbeitsweise ausdrücklich als eigene Methode des Guts geführt.
Barthélemy und die Parzelle „les Rocs“
Die erste Jahrgangsabfüllung von Barthélemy entstand 1994. Sie war dem Vorfahren Barthélemy gewidmet und wurde ausschließlich aus der historischen Parzelle „les Rocs“ erzeugt. Der Wein steht damit beispielhaft für die Verbindung aus familiärer Erinnerung, einer konkret benannten Herkunft innerhalb des Guts und einer eigenständigen Abfüllung.