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Ein Viertel von Léoville als Ursprung
Die Entstehung von Château Léoville Barton ist präzise mit einem Besitzübergang verbunden: Hugh Barton erwarb 1826 ein Viertel des früheren Léoville-Domaine. Bereits 1821 hatte er Château Langoa erworben. Als die Léoville-Weinberge hinzukamen, waren die erforderlichen Kellereianlagen bei Langoa schon vorhanden; gekauft wurden somit die Weinberge des Léoville-Anteils.
Dieser historische Umstand erklärt, weshalb der Name Léoville Barton für einen eigenen Weinbergsbesitz steht, während die frühe Betriebsstruktur mit Langoa verknüpft war. Die offizielle Darstellung des Hauses zeichnet die Familiengeschichte über Anthony Barton, dessen Tochter Lilian und deren Kinder fort.
Saint-Julien: 50 Hektar Kies und Lehm
Das Terroir von Château Léoville Barton umfasst 50 Hektar in Saint-Julien im Médoc. Die Rebflächen befinden sich laut Gutsbeschreibung im Herzen der Appellation, gegenüber der Gironde. Geologisch nennt das Château Garonne-Kies mit lehmigem Untergrund. Damit sind Lage und Bodenprofil nicht nur allgemeine Herkunftsangaben, sondern konkrete Merkmale des Weinbergsbesitzes.
Historischer Rang in der Bordeaux-Klassifikation
Château Léoville Barton trägt die Bezeichnung Saint-Julien Grand Cru Classé der Klassifikation von 1855. Diese historische Klassifikation gehört zur Identität des Châteaus und ordnet seinen Namen dauerhaft in die große, bis heute verwendete Systematik des Médoc ein. Bei Léoville Barton treffen damit eine klar dokumentierte Teilung des ehemaligen Léoville-Domaine, ein abgegrenzter Saint-Julien-Weinbergsbesitz und die Familiengeschichte der Bartons zusammen.