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Ein Name aus dem historischen Léoville-Besitz
Château Léoville Las Cases gehört zu den drei eigenständigen Nachfolgern des einstigen Léoville-Besitzes in Saint-Julien. Im frühen 19. Jahrhundert fiel ein Teil des Anwesens an die Familie Las Cases; aus weiteren Teilungen entstanden Château Léoville Barton und Château Léoville-Poyferré. Die Namensverwandtschaft dieser Güter verweist daher auf eine gemeinsame historische Herkunft, nicht auf eine gemeinsame heutige Domaine.
In der Bordeaux-Klassifikation von 1855 erhielt Château Léoville Las Cases den Rang eines Deuxième Grand Cru Classé. Heute wird das Gut innerhalb der Domaines Delon geführt, zu denen auch Château Nénin und Château Potensac gehören.
Das Clos als Kernherkunft des Grand Vin
Der Grand Vin von Château Léoville Las Cases stammt überwiegend aus dem ummauerten Clos Léoville Las Cases. Die Kernlage befindet sich am nördlichen Rand von Saint-Julien, in Richtung Pauillac. Damit ist das Clos der zentrale Herkunftsbezug des Grand Vin und ein wesentlicher Teil seiner Identität.
Diese räumliche Präzision unterscheidet den Grand Vin deutlich von einer bloßen Namensfortführung des historischen Léoville-Besitzes: Die Geschichte erklärt den Namen, das Clos erklärt die besondere Kernherkunft des Weins.
Zwei erste Weine, ein Zweitwein
Die Weinarchitektur der Domaine ist klar gegliedert. Château Léoville Las Cases und Clos du Marquis gelten als zwei eigenständige erste Weine aus unterschiedlichen Terroirs und mit entsprechend unterschiedlichem Charakter. Clos du Marquis ist deshalb nicht als Zweitwein des Grand Vin einzuordnen.
Diese Funktion hat Le Petit Lion du Marquis de Las Cases. Die Cuvée wurde mit dem Jahrgang 2007 als Zweitwein eingeführt. Für die Einordnung der drei Namen ist diese Differenz entscheidend: Dem Grand Vin und Clos du Marquis stehen jeweils eigenständige erste Weinpositionen zu; Le Petit Lion nimmt dagegen ausdrücklich die Rolle des Zweitsweins ein.