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Château Pavie Macquin auf dem Kalksteinplateau
Château Pavie Macquin bewirtschaftet in Saint-Émilion einen zusammenhängenden Weinberg von rund 15 Hektar. Lehm-Kalk-Böden über dem Kalksteinuntergrund prägen den Standort. Merlot stellt den größten Teil des Rebsatzes; Cabernet Franc und ein kleiner Anteil Cabernet Sauvignon ergänzen ihn. Der Grand Vin zeigt entsprechend ein dichtes, strukturiertes und merlot-geprägtes Profil, dessen Ausdruck und Reifeverlauf vom jeweiligen Jahrgang abhängen.
Der Zusatz Macquin erinnert an den Agronomen Albert Macquin. Er gehörte nach der Reblauskrise zu den Befürwortern veredelter Reben und trug damit zum Wiederaufbau der Weinberge von Saint-Émilion bei. Der Name des Châteaus verweist somit unmittelbar auf ein wichtiges Kapitel der regionalen Weinbaugeschichte.
Premier Grand Cru Classé im Klassement von 2022
Der Grand Vin Château Pavie Macquin trägt die Appellation Saint-Émilion Grand Cru. Im 2022 veröffentlichten Klassement wird er als Premier Grand Cru Classé geführt. In älteren Beschreibungen erscheint häufig noch die damalige Stufe Premier Grand Cru Classé B; im aktuellen Klassement entfällt dieser Buchstabenzusatz.
Grand Vin und Les Chênes de Macquin unterscheiden
- Château Pavie Macquin: Der klassifizierte Grand Vin ist die zentrale Cuvée des Weinguts. Er ist die passende Wahl, wenn die Einordnung als Premier Grand Cru Classé, der Charakter des Kalksteinplateaus und die Entwicklung mit Flaschenreife im Vordergrund stehen.
- Les Chênes de Macquin: Der Zweitwein bildet eine eigene Cuvée innerhalb des Portfolios. Die Klassifikation des Grand Vin sollte nicht pauschal auf ihn übertragen werden.
- Jahrgang: Junge Jahrgänge zeigen meist mehr Primärfrucht und Tannin, während gereifte Flaschen stärker von ihrer bisherigen Lagerung und individuellen Entwicklung geprägt sind.