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Margaux und die Klassifikation von 1855
Château Rauzan-Ségla trägt die Bezeichnung Grand Cru Classé 1855 und ist in Margaux beheimatet. Damit gehört das Château zu den Gütern, deren Name mit der historischen Bordeaux-Klassifikation von 1855 verbunden ist. Die heutige Domaine umfasst 70 Hektar; als Bodenarten nennt das Château Kies, Ton und Sand.
Auch die bauliche Geschichte ist dokumentiert: In der französischen staatlichen Denkmaldatenbank ist festgehalten, dass das frühere Domaine de Gassies 1903 zum Domaine Rauzan-Ségla wurde. Château und zugehörige Bauten stehen teilweise unter Denkmalschutz.
Parzellenarbeit als Arbeitsprinzip
Seit 1994 verfolgt das Gut nach eigener Darstellung einen parzellenbezogenen Ansatz, der teilweise bis auf die Ebene einzelner Teilparzellen reicht. Diese Arbeitsweise unterscheidet unterschiedliche Bereiche der Rebfläche, statt sie ausschließlich als geschlossene Einheit zu behandeln. Sie bildet den nachvollziehbaren Rahmen für Entscheidungen im Weinberg und die Zusammenstellung des Weins.
Château Rauzan-Ségla und zweiter Wein
Neben Château Rauzan-Ségla führt das Gut mit Ségla einen zweiten Wein. Ségla wird dabei nicht bloß als Nebenbezeichnung geführt, sondern als eigene Interpretation des Margaux-Terroirs vorgestellt.
Der Jahrgang 2023: Assemblage und Ausbau
Für den Jahrgang 2023 ist die Zusammensetzung präzise dokumentiert: 85 % Cabernet Sauvignon, 13,5 % Merlot und 1,5 % Petit Verdot. Der Ausbau erfolgte über 18 Monate, darunter zu 55 % in neuen Fässern. Diese Angaben beschreiben ausschließlich diesen Jahrgang; sie sind nicht als feste Rezeptur für andere Abfüllungen zu verstehen.
Gerade bei einem Château mit parzellenbezogener Arbeit ist diese Unterscheidung wesentlich: Eine Assemblage ist das Ergebnis eines konkreten Jahrgangs und keine allgemeingültige Definition der Marke.