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Ein Projekt für Sangiovese aus Predappio
Chiara Condello – Le Lucciole entstand aus dem Bewusstsein, eine gewachsene Weinbaugeschichte der Hügel von Predappio zu bewahren und eigenständig zu interpretieren. Die Weinberge liegen im Kern der Appellation Predappio auf rund 150 bis 300 Metern Höhe. Als Bodenbild nennt die Produzentin kalkig-lehmige Böden mit pliocänen Sandsteinen, die vor Ort als Spungone bezeichnet werden.
Der Fokus ist bewusst eng: Die offiziell beschriebenen Weine beruhen jeweils zu 100 Prozent auf Sangiovese. Statt ein breites Rebsortenspektrum abzubilden, stellt das Projekt unterschiedliche Parzellenzuschnitte und die jeweilige Vinifikation gegenüber.
Vom Familienkontext zur eigenen Handschrift
Chiara Condello wird auf der Familienseite des Weinguts Condé seit 2015 als verantwortlich für Weinberge und Keller geführt. Ihr eigenes Projekt knüpft an diesen familiären Weinbaukontext an, ist jedoch als Chiara Condello – Le Lucciole eigenständig formuliert.
Für die Arbeit in Weinberg und Keller beschreibt die Produzentin eine Orientierung an organischem Weinbau und handwerklicher Kellerwirtschaft. Diese Aussage benennt eine Arbeitsphilosophie; eine Zertifizierung wird damit nicht behauptet.
Zwei dokumentierte Sangiovese-Herkünfte
Chiara Condello
Der Wein unter dem Namen Chiara Condello ist ein reinsortiger Sangiovese aus Parzellen mit zusammen vier Hektar Fläche. Er bildet damit den größeren der offiziell benannten Parzellenzuschnitte des Projekts.
Le Lucciole
Le Lucciole stammt dagegen vollständig aus einer nur 0,8 Hektar großen Parzelle und wird ebenfalls aus 100 Prozent Sangiovese erzeugt. Die Kellerdaten sind klar definiert: Die Maische bleibt 25 bis 45 Tage in Kontakt mit den Schalen. Anschließend folgt ein zweijähriger Ausbau in einem 35-Hektoliter-Fass aus slawonischer Eiche. Die Größe des Fasses verweist auf ein Großfass; sie ist nicht mit kleinen Barriques gleichzusetzen.
Damit lässt sich die Marke vor allem über nachvollziehbare Parameter lesen: Predappio als präzise Herkunft, Sangiovese als alleinige Rebsorte sowie unterschiedlich große Parzellen und ein für Le Lucciole detailliert dokumentierter Ausbau.