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Ein Clos am historischen Ortsrand von Saint-Émilion
Clos Fourtet verbindet eine klar definierte Lage mit der historischen Struktur eines ummauerten Weinguts. Die Rebflächen liegen unmittelbar am Dorf Saint-Émilion, am Fuß der Kollegiatskirche und an den höchsten westlichen Hängen der Appellation. Nach offizieller Darstellung umfasst der Weinberg 22 Hektar. Unter dem Clos befinden sich unterirdische Steinbrüche – ein bauliches und geografisches Merkmal, das den Besitz deutlich von einer lediglich nach dem Ort benannten Weinmarke unterscheidet.
Der Name „Clos“ verweist dabei auf den umschlossenen Charakter des Weinguts. Die Verbindung aus Mauern, Ortsnähe und unterirdischen Steinbrüchen beschreibt den konkreten Rahmen, in dem Clos Fourtet verankert ist, ohne daraus pauschale Aussagen über den Stil einzelner Jahrgänge abzuleiten.
Premier Grand Cru Classé B
Clos Fourtet ist als Premier Grand Cru Classé B von Saint-Émilion klassifiziert. Diese Bezeichnung gehört zur offiziellen Klassifikation der Appellation und ist ein wesentlicher Bestandteil der Identität des Hauses. Für die Einordnung ist deshalb sowohl die Herkunft innerhalb von Saint-Émilion als auch die klassifikatorische Stellung relevant.
Rebsortenprofil und Weinlinien
Die von der Union des Grands Crus de Bordeaux angegebene Bepflanzung besteht aus 85 % Merlot, 9 % Cabernet Franc und 6 % Cabernet Sauvignon. Dieses Verhältnis beschreibt die Zusammensetzung der Rebflächen und macht den deutlichen Schwerpunkt auf Merlot sichtbar; es ersetzt jedoch keine jahrgangsbezogene Beschreibung einer konkreten Cuvée.
Zum Markenportfolio gehört außerdem La Closerie de Fourtet, der als Zweitwein geführt wird. Damit umfasst der offizielle Markenkontext neben dem klassifizierten Wein von Clos Fourtet auch eine eigenständige Weinlinie. Die Familie Cuvelier erwarb das Gut 2001 und bildet seither den belegten Bezugspunkt der jüngeren Besitzgeschichte.