Costers del Siurana

Costers del Siurana: Clos de l’Obac 2015 aus Gratallops

Clos de l’Obac 2015 ist der zentrale Rotwein von Costers del Siurana in Gratallops. Die Cuvée verbindet 35 % Garnacha, 35 % Cabernet Sauvignon, 10 % Cariñena, 10 % Merlot und 10 % Syrah.

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Der Wein richtet sich besonders an Käufer, die einen strukturierten Priorat mit dunkler Frucht, Würze, deutlich vorhandener Tanninstruktur und gereifter Fassprägung suchen. Dabei steht nicht eine einzelne Rebsorte im Mittelpunkt: Die Besonderheit liegt gerade im festen Zusammenspiel der fünf Sorten und mehrerer Weinberge rund um Gratallops.

  • Für Priorat-Fans: klassischer, strukturierter Stil aus Gratallops.
  • Für Garnacha-Liebhaber: interessant durch die Verbindung mit Cabernet Sauvignon, Cariñena, Merlot und Syrah.
  • Zu kräftigem Essen: besonders passend zu Rind, Lamm und Wild.
  • Für gereiftere Rotweine: der Jahrgang 2015 bringt bereits deutliche Reifeentwicklung mit.

Welche Rebsorten enthält Clos de l’Obac 2015?

Clos de l’Obac folgt einem bewusst konstanten Assemblage-Prinzip. Die Zusammensetzung lautet:

  • 35 % Garnacha;
  • 35 % Cabernet Sauvignon;
  • 10 % Cariñena;
  • 10 % Merlot;
  • 10 % Syrah.

Costers del Siurana verwendet diese Grundzusammensetzung seit den ersten Jahrgängen bewusst unverändert. Dadurch sollen Unterschiede zwischen den Jahrgängen stärker durch Klima und Weinberg als durch wechselnde Rebsortenanteile sichtbar werden.

Warum ist die Cuvée für Priorat ungewöhnlich?

Garnacha und Cariñena gehören zu den klassischen roten Rebsorten des Priorat. Bei Clos de l’Obac werden sie jedoch mit Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah kombiniert.

Die alten Garnacha- und Cariñena-Reben geben dem Wein einen klaren regionalen Kern. Cabernet Sauvignon liefert zusätzliche Struktur, während Merlot und Syrah weitere Frucht- und Würzkomponenten beitragen.

Die Kaufentscheidung fällt deshalb anders aus als bei einem reinsortigen Garnacha: Clos de l’Obac ist bewusst als komplexe Assemblage konzipiert.

Woher stammen die Trauben?

Die Trauben für Clos de l’Obac stammen aus sieben Weinbergen rund um Gratallops:

  • Els Planassos;
  • La Vinya Gran;
  • Coma de Dalt;
  • Coma de Baix;
  • Bellvís;
  • La Capella;
  • Camí de Lloar.

Die Parzellen unterscheiden sich bei Orientierung und Höhenlage. Dadurch entstehen Trauben mit unterschiedlichen Reife- und Strukturprofilen, die später gemeinsam die Cuvée bilden.

Welche Rolle spielen die alten Reben?

Ein besonders wichtiger Teil stammt von älteren Garnacha-, Cariñena- und Cabernet-Sauvignon-Beständen.

Der Produzent nennt für diese alten Anlagen ein Alter von ungefähr 50 bis 80 Jahren. Die übrigen Reben sind im Durchschnitt deutlich jünger.

Gerade Garnacha und Cariñena aus alten Reben tragen wesentlich zum klassischen Priorat-Charakter des Weins bei.

Was bedeutet Llicorella?

Die Weinberge des Priorat sind stark von Llicorella geprägt, dem typischen dunklen Schiefergestein der Region.

Die steilen, kargen Hänge speichern Wärme und zwingen die Reben dazu, ihre Wurzeln tief in Spalten und Risse des Gesteins zu treiben.

Für den Wein bedeutet das nicht automatisch einen bestimmten Geschmack. Llicorella gehört jedoch zu den entscheidenden Standortbedingungen, die den Weinbau rund um Gratallops prägen.

Wie wird Clos de l’Obac ausgebaut?

Nach der Vinifikation durchläuft der Wein zunächst eine natürliche Stabilisierung. Anschließend gelangt er per Schwerkraft in den Fasskeller.

Costers del Siurana arbeitet mit französischen Eichenfässern aus Limousin, Allier und Nevers. Für den 2015er wird ein längerer Ausbau in französischer Eiche dokumentiert.

Während dieser Phase wird der Wein mehrfach kontrolliert umgezogen, damit sich natürliche Sedimente entfernen lassen.

Holz ist damit ein klarer Bestandteil des Stils, soll jedoch die dunkle Frucht, Gewürze und Struktur des Priorat nicht überdecken.

Wie schmeckt Clos de l’Obac 2015?

Der Jahrgang verbindet reife dunkle Frucht mit Würze und stärker entwickelten Aromen.

Typische Beschreibungen nennen unter anderem:

  • Brombeere und dunkle Kirsche;
  • reife dunkle Frucht;
  • Gewürze;
  • Lakritz;
  • Tabak und Leder;
  • Kakao und Vanille;
  • eine ausgeprägte, reife Tanninstruktur.

Der Wein ist körperreich und konzentriert, soll aber gleichzeitig die Balance zwischen Kraft und Finesse bewahren.

Für wen passt Clos de l’Obac 2015?

  • Priorat bereits bekannt: sehr passende Wahl.
  • Kräftige Rotweine bevorzugt: passend.
  • Gereiftere Jahrgänge interessant: besonders sinnvoll.
  • Garnacha und Cariñena mit internationalen Sorten vergleichen: spannend.
  • Sehr leichter, fruchtiger Rotwein gesucht: weniger passend.
  • Holzfreie Rotweinstilistik gesucht: ebenfalls weniger passend.

Zu welchem Essen passt Clos de l’Obac 2015?

Die Struktur und Würze des Weins verlangen nach Gerichten mit ausreichend Intensität.

  • Rind: Steak, Roastbeef oder geschmortes Rind.
  • Lamm: besonders Lammkeule oder Lammkarree.
  • Wild: Reh, Hirsch oder Wildschwein.
  • Schmorgerichte: kräftige Gerichte mit dunkler Jus.
  • Pilze: Steinpilze und andere aromatische Waldpilze.
  • gereifter Käse: kräftige Hartkäse als Abschluss.

Sehr leichte Fisch- oder Gemüsegerichte würden gegenüber der Konzentration des Weins schnell in den Hintergrund treten.

2015 heute trinken oder weiter lagern?

Der Jahrgang besitzt bereits deutlich mehr Flaschenreife als ein junger Priorat. Dadurch können neben dunkler Frucht zunehmend würzige, erdige und tertiäre Noten auftreten.

Wer einen reiferen, komplexeren Stil bevorzugt, kann den 2015er bereits gut einordnen. Eine pauschale Aussage über eine exakt verbleibende Lagerdauer wäre dagegen wenig sinnvoll, weil sie stark von Flaschenzustand und Lagerbedingungen abhängt.

Entscheidend ist deshalb weniger ein theoretisches Enddatum als die persönliche Vorliebe zwischen stärkerer Frucht und weiterentwickelter Reifearomatik.

Sollte Clos de l’Obac 2015 dekantiert werden?

Bei einem gereiften Rotwein sollte Dekantieren nicht automatisch nach einer festen Zeit erfolgen.

Sinnvoll ist zunächst eine kurze sensorische Prüfung nach dem Öffnen. Wirkt der Wein noch kompakt, kann zusätzliche Luft helfen. Bei stärker entwickelter Reife sollte dagegen vorsichtiger mit langer Belüftung umgegangen werden.

Ein großes Rotweinglas gibt dem Wein ausreichend Raum, ohne eine starre Dekantierdauer vorzugeben.

Was zeichnet Costers del Siurana aus?

Hinter Costers del Siurana beziehungsweise Clos de l’Obac stehen Carles Pastrana und Mariona Jarque. Sie begannen Ende der 1970er-Jahre mit dem Aufbau des Projekts und gehörten zu jener Generation, die den Weinbau des Priorat neu belebte.

Die ersten Weine von Clos de l’Obac entstanden 1989. Von Beginn an stand die Idee im Mittelpunkt, die steilen Schieferhänge, alte regionale Rebsorten und moderne önologische Arbeit miteinander zu verbinden.

Garnacha und Cariñena wurden dabei nicht durch internationale Sorten ersetzt. Vielmehr bilden sie gemeinsam mit Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah die charakteristische Assemblage des Clos de l’Obac.

Was unterscheidet Clos de l’Obac von Miserere?

Beide gehören zu den bedeutenden Rotweinen des Hauses, unterscheiden sich jedoch bei Weinbergen und Rebsortenzusammensetzung.

Clos de l’Obac wird aus sieben verschiedenen Parzellen erzeugt und enthält Garnacha, Cabernet Sauvignon, Cariñena, Merlot und Syrah.

Miserere stammt aus einer anderen Weinbergsbasis und enthält zusätzlich Ull de Llebre beziehungsweise Tempranillo. Damit besitzt jeder Wein eine eigenständige Assemblage und Herkunftslogik.

Clos de l’Obac 2015: die Kaufentscheidung kurz zusammengefasst

Clos de l’Obac 2015 passt besonders gut zu Käufern, die einen gereiften, strukturierten Priorat mit klassischer Schieferherkunft und komplexer Fünf-Rebsorten-Cuvée suchen.

Garnacha und Cabernet Sauvignon bilden mit jeweils 35 % das Zentrum. Cariñena, Merlot und Syrah ergänzen die Assemblage.

Zu kräftigem Fleisch, Wild oder einem langsamen Weinabend spielt der Stil seine Stärken deutlicher aus als als unkomplizierter Alltagsrotwein.

Häufige Fragen zu Costers del Siurana und Clos de l’Obac 2015

Welche Rebsorten enthält Clos de l’Obac 2015?
Der Wein besteht aus 35 % Garnacha, 35 % Cabernet Sauvignon, 10 % Cariñena, 10 % Merlot und 10 % Syrah.
Woher kommt Clos de l’Obac?
Der Wein stammt aus sieben Weinbergen rund um Gratallops in der D.O.Q. Priorat in Katalonien.
Was ist Llicorella?
Llicorella ist der typische Schieferboden des Priorat und prägt die steilen Weinberge rund um Gratallops.
Wird Clos de l’Obac im Holz ausgebaut?
Ja. Costers del Siurana verwendet französische Eichenfässer aus Limousin, Allier und Nevers.
Wie schmeckt Clos de l’Obac 2015?
Der Stil verbindet dunkle reife Frucht mit Gewürzen, Lakritz, Tabak, Leder, Kakao und einer kräftigen, gereiften Tanninstruktur.
Zu welchem Essen passt der Wein?
Besonders gut passen Rind, Lamm, Wild, kräftige Schmorgerichte, Pilze und gereifter Hartkäse.
Kann man den Jahrgang 2015 bereits trinken?
Ja. Der Jahrgang besitzt bereits deutliche Flaschenreife. Wie lange eine einzelne Flasche zusätzlich gelagert werden sollte, hängt von Zustand, Lagerung und persönlicher Stilpräferenz ab.
Wer steht hinter Costers del Siurana?
Das Projekt wurde von Carles Pastrana und Mariona Jarque aufgebaut und gehört zu den wichtigen Weingütern der modernen Wiederbelebung des Priorat.
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