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Beim Cruz de Alba Crianza 2022 und Crianza 2023 steht deshalb dieselbe Grundidee im Mittelpunkt: 100 % Tempranillo, strukturierte Frucht, Frische und ein kontrollierter Holzeinsatz. Der interessanteste Vergleich entsteht über den Jahrgang.
- Crianza 2023: frischer, stärker von Frucht, Blüten und balsamischer Würze geprägt.
- Crianza 2022: etwas weiter entwickelt, mit reifer Frucht, Gewürzen und deutlicherer Fassprägung.
Cruz de Alba 2022 und 2023 im Vergleich
| Kriterium | Crianza 2023 | Crianza 2022 |
|---|---|---|
| Rebsorte | 100 % Tempranillo | 100 % Tempranillo |
| Herkunft | Ribera del Duero | Ribera del Duero |
| Stil | frisch, fruchtig, floral und balsamisch | reifer, würziger und stärker vom Ausbau geprägt |
| Alkohol | 14,5 % vol. | 14,5 % vol. |
| Holzausbau | Bestandteil des Crianza-Stils | 15 Monate französische Eiche |
| Für mehr Primärfrucht | 2023 | – |
| Für etwas mehr Reife | – | 2022 |
Cruz de Alba Crianza 2023
Cruz de Alba Crianza 2023 wird aus 100 % Tempranillo erzeugt. Die Rebsorte wird in Ribera del Duero auch als Tinto Fino bezeichnet und bildet den Kern der Rotweine des Hauses.
Der 2023er zeigt einen vergleichsweise frischen und lebendigen Stil. In der Aromatik stehen Frucht, getrocknete Blüten, Kräuter und balsamische Noten im Vordergrund.
Eine dezente Fassprägung ergänzt den Wein um Vanille- und feinere Röstnoten, ohne die Frucht vollständig zu überdecken.
Wie schmeckt der Jahrgang 2023?
Der Wein zeigt eine Kombination aus Frucht, floralen Noten und frischer Struktur.
- Frucht: Kirsche und reifere Steinfrucht;
- Floralität: getrocknete Blüten;
- Würze: Kräuter und balsamische Nuancen;
- Holz: dezente Vanille- und Karamellnoten;
- Tannin: fleischig und noch jugendlich strukturiert;
- Säure: frisch und gut in den Wein eingebunden.
Der 2023er ist deshalb besonders interessant, wenn ein jüngerer Ribera-del-Duero-Crianza mit noch klar erkennbarer Frucht gesucht wird.
Cruz de Alba Crianza 2022
Cruz de Alba Crianza 2022 folgt ebenfalls der reinsortigen Tempranillo-Ausrichtung des Weinguts.
Für diesen Jahrgang ist ein 15-monatiger Ausbau in französischen Eichenfässern dokumentiert. Der Wein besitzt 14,5 % vol.
Die Fassreife ergänzt die reife rote und dunklere Frucht um Gewürze, balsamische Noten, Vanille und feinere Rösttöne.
Wie schmeckt der Jahrgang 2022?
Der 2022er wirkt gegenüber einem sehr jungen Tempranillo bereits stärker entwickelt.
- Frucht: reife rote Früchte und dunklere Frucht;
- Würze: Gewürze und balsamische Noten;
- Holz: Vanille und feine Röstnoten;
- Tannin: strukturiert und reif;
- Textur: fleischig und gleichzeitig geschmeidig;
- Finish: würzig und anhaltend.
2022 oder 2023 – welcher Jahrgang passt besser?
Da beide Weine aus derselben Rebsorte und derselben Herkunft stammen, ist der Jahrgang die wichtigste Entscheidungshilfe.
Der 2023er passt besser, wenn Frische, Frucht und ein jüngerer Ausdruck von Tempranillo im Vordergrund stehen sollen.
Der 2022er ist die naheliegendere Wahl, wenn bereits etwas mehr Reife, Würze und Fassprägung gewünscht werden.
Eine Vergleichsverkostung beider Jahrgänge ist besonders interessant, weil sie zeigt, wie unterschiedlich derselbe Wein je nach Vegetationsjahr und Entwicklungsstadium wirken kann.
Woher kommt Cruz de Alba?
Cruz de Alba liegt bei Quintanilla de Onésimo in Ribera del Duero. Die Weinberge gehören zur Finca Los Hoyales im Umfeld des Duero.
Der Crianza ist dabei nicht als Wein einer einzigen kleinen Parzelle konzipiert. Der Produzent beschreibt ihn vielmehr als Interpretation verschiedener Terroirs innerhalb des Betriebs.
Damit unterscheidet er sich beispielsweise vom eigenständigen Finca Los Hoyales, der gezielt aus einer historischen Einzelparzelle stammt.
Warum spielt Tempranillo die zentrale Rolle?
Tempranillo beziehungsweise Tinto Fino ist die zentrale rote Rebsorte von Ribera del Duero.
Bei Cruz de Alba wird der Crianza reinsortig daraus erzeugt. Die Rebsorte kann hier reife rote und dunkle Frucht mit Säure, Tannin und einer guten Affinität zum Fassausbau verbinden.
Der Stil lebt deshalb vom Gleichgewicht zwischen Frucht, Struktur und Holz – nicht von einer möglichst starken Barriqueprägung.
Wie arbeitet Cruz de Alba im Weinberg?
Der Produzent verfolgt eine biologisch und biodynamisch geprägte Bewirtschaftung.
Die Arbeit orientiert sich daran, Eingriffe im Weinberg möglichst gezielt vorzunehmen und Boden, Reben sowie umgebende Vegetation als zusammenhängendes System zu betrachten.
Die Tempranillo-Trauben für den Crianza werden von Hand gelesen.
Cruz de Alba besitzt zudem eine Demeter-Zertifizierung für seine Weinberge und gehört damit zu den Produzenten in Ribera del Duero, die biodynamische Methoden besonders konsequent verfolgen.
Zu welchem Essen passt Cruz de Alba Crianza?
Tempranillo mit Frucht, Säure und moderater Fassprägung ist vielseitiger als ein extrem konzentrierter Rotwein.
- Rind: gegrillt, gebraten oder geschmort.
- Lamm: besonders passend zu klassischen Ribera-del-Duero-Stilen.
- Schweinefleisch: gegrillt oder langsam gegart.
- Wild: bei nicht zu süßen Saucen.
- Pilze: insbesondere gebraten oder als Risotto.
- gereifter Käse: guter Partner zu Frucht, Tannin und Holz.
- Tapas und iberische Wurstwaren: passend für einen unkomplizierteren Einsatz.
Welcher Jahrgang passt zu welchem Essen?
Der jüngere 2023er ist durch seine Frische besonders vielseitig und funktioniert auch zu leichteren Fleischgerichten, Tapas oder Pilzen.
Der 2022er besitzt etwas mehr Reife und Ausbauprägung und ist deshalb besonders interessant zu Rind, Lamm, Wild und kräftigeren Schmorgerichten.
Was unterscheidet Crianza von Finca Los Hoyales?
Der Crianza soll verschiedene Parzellen und Charaktere des Weinguts zu einem ausgewogenen Gesamtbild verbinden.
Finca Los Hoyales verfolgt dagegen eine Einzellagenidee. Die kleine historische Parzelle wurde 1958 bepflanzt und umfasst rund 1,8 Hektar alte Tempranillo-Reben auf sandigen Böden.
Für Käufer bedeutet das: Crianza ist der breiter angelegte Einstieg in den Stil von Cruz de Alba, während Finca Los Hoyales stärker auf eine einzelne historische Parzelle fokussiert ist.
Cruz de Alba Crianza: die Kaufentscheidung kurz zusammengefasst
- Mehr Frische und jüngere Frucht: 2023.
- Mehr Entwicklung und Fasswürze: 2022.
- Tempranillo aus Ribera del Duero kennenlernen: beide geeignet.
- Jahrgänge direkt vergleichen: 2022 und 2023 nebeneinander.
- Zu kräftigem Fleisch: besonders 2022.
- Zu Tapas oder vielseitiger Küche: besonders 2023.
Häufige Fragen zu Cruz de Alba
- Welche Rebsorte enthält Cruz de Alba Crianza?
- Cruz de Alba Crianza wird aus 100 % Tempranillo beziehungsweise Tinto Fino erzeugt.
- Woher kommt Cruz de Alba?
- Das Weingut liegt bei Quintanilla de Onésimo in der D.O. Ribera del Duero.
- Was unterscheidet 2022 und 2023?
- Der 2023er zeigt sich jünger, frischer und stärker von Frucht und floralen Noten geprägt. Der 2022er besitzt bereits mehr Reife und Fasswürze.
- Wie wird der Crianza 2022 ausgebaut?
- Für den Jahrgang 2022 sind 15 Monate Ausbau in französischer Eiche dokumentiert.
- Wie viel Alkohol haben die Weine?
- Für beide Jahrgänge werden 14,5 % vol. angegeben.
- Arbeitet Cruz de Alba biodynamisch?
- Ja. Das Weingut arbeitet biologisch und biodynamisch und besitzt für seine Weinberge eine Demeter-Zertifizierung.
- Zu welchem Essen passt Cruz de Alba Crianza?
- Gut passen Rind, Lamm, Wild, Schweinefleisch, Pilze, Tapas und gereifter Käse.
- Ist Crianza dasselbe wie Finca Los Hoyales?
- Nein. Der Crianza verbindet verschiedene Parzellen des Betriebs. Finca Los Hoyales stammt dagegen aus einer kleinen historischen Einzelparzelle mit alten Tempranillo-Reben.