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Ein eigenes Projekt in Peciña
Cuentaviñas wurde 2018 von Eduardo Eguren gemeinsam mit Carlota González ins Leben gerufen. Der offizielle Sitz liegt in Peciña, einer Ortschaft innerhalb von San Vicente de la Sonsierra in La Rioja. Rechtlich tritt das Projekt als CUENTAVIÑAS, S.L. auf.
Der Name Eguren verweist dabei auf eine lange familiäre Weintradition: Eduardo Eguren wird als fünfte Generation der Familie beschrieben. Daraus folgt jedoch nicht, dass Cuentaviñas lediglich eine Produktlinie eines Familienunternehmens wäre. Die Produzentendarstellung betont vielmehr den eigenständigen unternehmerischen Weg des Paares.
Parzellen als Ausgangspunkt
Cuentaviñas rückt einzelne Weinberge und deren sorgfältige Auswahl ins Zentrum. Die eigene Beschreibung fasst diesen Ansatz als „Kultivieren“ statt bloßem Herstellen von Wein. Fachlich bedeutet das vor allem: Die konkrete Parzelle bildet den Ausgangspunkt der Identität eines Weins, nicht nur die übergeordnete Herkunftsbezeichnung oder der Markenname.
Bereits die erste Ernte umfasste drei Parzellenweine: El Tiznado, Los Yelsones und Alomado. Diese frühe Struktur macht nachvollziehbar, weshalb die Marke ihre Weine über konkrete Herkünfte und nicht über eine möglichst allgemeine Stilformel erzählt.
Erweiterung über Rioja hinaus
2019 nahm das Projekt zusätzlich in Ribera del Duero Wurzeln. Die offizielle Darstellung nennt dort einen Wein aus alten Reben entlang des Flusses Burgasela. Damit blieb Cuentaviñas nicht ausschließlich auf den Ausgangsort in San Vicente de la Sonsierra beschränkt, ohne dass die Marke ihren parzellen- und herkunftsbezogenen Ansatz aufgibt.
Für die Einordnung von Cuentaviñas sind deshalb drei Ebenen entscheidend: der persönliche Gründungsrahmen um Eduardo Eguren und Carlota González, die Verankerung in Peciña sowie die Konzentration auf ausgewählte Weinberge. Die spätere Präsenz in Ribera del Duero erweitert diesen geografischen Rahmen um einen klar benannten historischen Entwicklungsschritt.