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Eine Familiengründung durch die Familie Féraud
Die Geschichte von Domaine du Pegau beginnt mit einer konkreten Familiengründung: 1987 schufen Laurence Féraud und ihre Eltern Paul und Odette eine unabhängige Familienweinunternehmung. Die rechtliche Einheit ist als Domaine du Pegau EARL ausgewiesen. Châteauneuf-du-Pape ist im belegten Portfolio ein wichtiger Herkunftsbezug; daneben führt das Haus Weine aus Côtes du Rhône und Vin de France.
Auch der Name trägt einen historischen Verweis. „Pégau“ bezeichnet laut Produzent einen provenzalischen Weinkrug aus dem 14. Jahrhundert, der mit der päpstlichen Präsenz in Avignon verbunden wird. Damit verweist die Namensgebung auf ein regionales Gefäß und einen historischen Zusammenhang, ohne dass daraus allein eine bestimmte Stilistik des Weins abzuleiten wäre.
Château Pegau als Erweiterung
Im Januar 2012 erweiterte Domaine du Pegau seine Produzentenwelt um Château Pegau. Dahinter steht eine 41 Hektar große, zusammenhängende Besitzung in Sorgues, gelegen zwischen Châteauneuf-du-Pape und Avignon. Domaine du Pegau und Château Pegau erscheinen auf der offiziellen Website als zusammengehörige Einheiten innerhalb derselben Produzentenwelt.
Diese geografische Ergänzung ist für die Einordnung der Marke relevant: Neben dem Bezug zu Châteauneuf-du-Pape steht damit auch Sorgues als eigener Ort innerhalb des Portfolios. Das Portfolio umfasst damit Weine mit unterschiedlichen regionalen beziehungsweise appellationsbezogenen Bezügen, darunter Châteauneuf-du-Pape, Côtes du Rhône und Vin de France.
Ganztrauben als verbindende Vinifikationsentscheidung
Eine ausdrücklich formulierte Herstellungsentscheidung verbindet laut Produzent alle Weine des Hauses: Sie werden mit ganzen Trauben vinifiziert. Das gilt für die Weine aus Châteauneuf-du-Pape ebenso wie für Côtes du Rhône und Vin de France. Die Angabe beschreibt eine konkrete Kellerentscheidung, nicht automatisch einen einheitlichen Geschmack aller Abfüllungen.
Nummerierte Editionen im Markenportfolio
Zum historischen beziehungsweise aktuellen Portfolio gehören auch limitierte Sondereditionen. Als Beispiel nennt die offizielle Weinübersicht die Cuvée Ella: Der Jahrgang 2020 wurde in 600 nummerierten Flaschen ausgewiesen und als „Cuvées d’exception“ geführt. Jahrgang bezeichnet dabei das Erntejahr, während die Nummerierung die einzelne Flasche innerhalb dieser limitierten Edition kennzeichnet.
Für die Einordnung von Domaine du Pegau sind somit drei Ebenen entscheidend: die unabhängige Gründung durch die Familie Féraud im Jahr 1987, die Erweiterung um Château Pegau in Sorgues ab 2012 und die durchgängige Vinifikation mit ganzen Trauben. Limitierte Cuvées wie die Cuvée Ella ergänzen diese Produzentengeschichte um klar dokumentierte Einzeleditionen.