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Ein Domaine mit langer Bindung an Puligny-Montrachet
Die Geschichte von Domaine Leflaive beginnt nicht erst mit der Gründung des heutigen Weinguts: Die Familie Leflaive ist seit 1717 in Puligny-Montrachet ansässig. Joseph Leflaive schuf dort das Domaine in seiner heutigen Prägung. Ab 1920 setzte er auf ein Programm zur Wiederbepflanzung, Erweiterung und Aufwertung der Rebflächen; anschließend wurden die Weine unter eigener Etikette vermarktet.
Diese Verbindung von Familiengeschichte und klar umrissenem Herkunftsbezug bildet den Kern des Namens Domaine Leflaive. Die historischen Familienlagen des Domaine befinden sich in Puligny-Montrachet.
Biodynamie seit 1996
Anne-Claude Leflaive stellte 1996 das gesamte Domaine auf biodynamischen Weinbau um. Diese Bewirtschaftungsweise wird nach Angaben des Produzenten weitergeführt. Auch bei später hinzugewonnenen Rebflächen in der Côte de Beaune und im Mâconnais wurde unmittelbar biodynamisch gearbeitet.
2015 wurde nach dem Tod von Anne-Claude Leflaive ihr Neffe Brice de la Morandière geschäftsführender Gesellschafter. Als Urenkel Joseph Leflaives steht er in der vierten Generation der Familie.
Domaine, Domaines und Esprit Leflaive
Die Bezeichnungen Leflaive stehen für drei klar getrennte Weinwelten. Domaine Leflaive bezeichnet die Weine aus den historischen Familienlagen in Puligny-Montrachet. Das Portfolio umfasst vier Grands Crus, fünf Premiers Crus, eine Village-Cuvée sowie eine regionale Bourgogne-Cuvée.
Domaines Leflaive ist dagegen die Bezeichnung für die Weine aus dem Mâconnais. Diese Unterscheidung trennt die historischen Puligny-Montrachet-Lagen des Domaine von den Rebflächen im Mâconnais.
Mit Esprit Leflaive besteht zudem ein eigenständiger Négoce-Bereich. Die drei Namen gehören damit zur selben Leflaive-Weinwelt, stehen jedoch für unterschiedliche Bereiche und Herkünfte. Gerade bei der Einordnung einer Flasche lohnt es sich daher, die genaue Bezeichnung auf dem Etikett zu beachten.
Die Klassifikationen im Domaine-Portfolio
Das Portfolio umfasst eine regionale Bourgogne-Cuvée, eine Village-Cuvée, fünf Premiers Crus und vier Grands Crus.
Für eine allgemeine Orientierung zu Herkunftsbezeichnungen und Weinbaugebieten bietet der Beitrag Welche Weine kommen aus dem Burgund? weiterführenden Kontext.