Domaine Majas

Domaine Majas ist das Weingut von Agnès und Alain Carrère zwischen dem Fenouillèdes-Tal und den Pyrenäen. Seit 2007 wird der Weinberg biologisch bewirtschaftet; seit der Ernte 2011 ist die Produktion – ausgenommen neu erworbene Umstellungsparzellen – ECOCERT-zertifiziert biologisch.

Ton-kalkige und schieferhaltige Böden sowie über 120 Jahre alte Reben von Carignan, Grenache und Macabeu prägen den materiellen Hintergrund der Domaine. Vergoren wird ohne zugesetzte Hefen, die Rotweine in restaurierten alten Betontanks; Schwefel kommt erst bei der Abfüllung und nur in sehr kleinen Mengen zum Einsatz.

Categories
  • All
  • Favorite
  • Popular
  • Most rated

Eine Domaine zwischen Fenouillèdes und Pyrenäen

Hinter Domaine Majas stehen Agnès und Alain Carrère. Das Weingut wird geografisch als zwischen dem Fenouillèdes-Tal und den Pyrenäen gelegen beschrieben. Die Weinberge stehen auf ton-kalkigen oder schieferhaltigen Böden an den Bergausläufern. Zum Rebbestand gehören über 120 Jahre alte Pflanzen von Carignan, Grenache und Macabeu – ein Hinweis auf die lange Geschichte einzelner Reben, nicht auf eine einheitliche Bepflanzung sämtlicher Parzellen.

Biologische Bewirtschaftung und zurückhaltende Kellerarbeit

Agnès und Alain Carrère begannen 2007, ihren Weinberg auf biologische Bewirtschaftung umzustellen. Nach Angaben des Weinguts ist die Produktion seit der Ernte 2011 ECOCERT-zertifiziert biologisch; neu erworbene Parzellen können davon ausgenommen sein, solange sie sich noch in der Umstellung befinden.

Auch im Keller setzt die Domaine auf wenige zugesetzte Eingriffe: Die Weine werden ohne zugesetzte Hefen vergoren. Für die Rotweine dienen restaurierte alte Betontanks als Gärbehälter. Der Temperaturaustausch während der Gärung wird dabei auf ein Minimum begrenzt. Schwefel wird laut Weingut erst bei der Abfüllung und in sehr kleinen Mengen zugesetzt. Diese Angaben beschreiben konkrete Herstellungsentscheidungen, ohne daraus pauschale Aussagen über den Geschmack jedes einzelnen Weins abzuleiten.

Vom Three-Trees-Etikett zurück zur Domaine

Die Geschichte der Marke zeigt auch eine Veränderung in der Außendarstellung: Im Zuge der biologischen Umstellung entstand die frühere Cuvée-Linie Three Trees. Später entwickelte sich die Etikettierung weiter und kehrte zu einer traditionelleren Benennung mit dem Namen Domaine zurück. Three Trees gehört damit zum historischen Markenkontext, während die offizielle Darstellung heute verschiedene Weine unter der Domaine-Bezeichnung führt.

Weine mit unterschiedlichen rechtlichen Bezeichnungen

Das Portfolio umfasst unter anderem Blanc, Rouge, Rosé L’Amourouse, Chardonnay, Chenin, Cortado, Col de Ségas und Petit Bonheur Rosé. Diese Weine sind als Vin de Pays des Côtes Catalanes ausgewiesen; Orange trägt die Bezeichnung Vin de France. Für die Einordnung ist deshalb die jeweilige Bezeichnung auf dem Etikett entscheidend, nicht allein der gemeinsame Markenname.

Eine besonders klar umrissene Herkunft innerhalb dieses Spektrums ist Col de Ségas: Die Cuvée stammt aus einer einzigen Parzelle und ist als IGP Côtes Catalanes ausgewiesen. Dort stehen überwiegend Carignan und Grenache noir, ergänzt durch 15 weitere gemischt gesetzte Rebsorten. Der Wein verbindet so einen präzisen Parzellenbezug mit einem historisch vielfältigen Rebbestand.

Weinonaut.de
Logo