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Domaines Ott* steht für eine seit 1896 gewachsene Weinmarke aus der Provence. In jenem Jahr ließ sich Marcel Ott, ein elsässischer Agraringenieur, in der Provence nieder, um eigene Weinberge aufzubauen. Aus diesem Vorhaben entwickelte sich ein Verbund aus drei Weingütern, die bis heute den historischen Kern der Marke bilden.
Drei Weingüter, zwei Appellationen
Die Geschichte der einzelnen Güter verlief über mehrere Jahrzehnte: Château de Selle kam 1912 hinzu, Clos Mireille 1936 und Château Romassan 1956. Die drei Häuser liegen im französischen Département Var und sind zwei unterschiedlichen Appellationen zugeordnet. Château de Selle und Clos Mireille gehören zur AOC Côtes de Provence, Château Romassan zur AOC Bandol.
Diese Zuordnung ist für die Einordnung von Domaines Ott* zentral: Die Marke steht nicht nur für einen einzelnen Weingutsnamen, sondern verbindet drei eigenständige Güter in zwei provenzalischen AOC-Gebieten. Die Bezeichnungen Côtes de Provence und Bandol verweisen dabei auf die jeweiligen kontrollierten Herkunftsgebiete, nicht auf einen gemeinsamen Ortsnamen.
Ein Markenzeichen in Glas
Die visuelle Identität von Domaines Ott* wurde 1932 um ein eigenes Flaschendesign erweitert. René Ott entwarf eine charakteristische Flaschenform, die anschließend exklusiv für die Weine der Ott-Familie verwendet wurde. Damit ist die Flasche nicht lediglich eine Verpackungsentscheidung, sondern ein historisch belegtes Kennzeichen der Marke.
Teil der Roederer Collection
Seit 2004 gehört Domaines Ott* zur Roederer Collection. Die Marke wird innerhalb dieses Verbunds unabhängiger Häuser als eigenständiges Unternehmen geführt. Für die Einordnung bedeutet das: Domaines Ott* ist heute Teil einer größeren Gruppe, bleibt in der offiziellen Darstellung jedoch als eigene französische Gesellschaft und Marke identifizierbar.
Rechtlich firmiert DOMAINES OTT als französische Société par actions simplifiée mit Sitz in La Londe-les-Maures und Eintragung im Handelsregister von Toulon. Historischer Ausgangspunkt, drei klar benannte Weingüter, zwei AOC-Gebiete und die seit 1932 verwendete Flaschenform bilden damit die wesentlichen Orientierungspunkte für die Marke.