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Eine Familiengeschichte in La Morra
Die Geschichte des heutigen Betriebs setzt 1948 ein: Giuseppe Altare kam damals aus Dogliani nach La Morra. Der Betrieb wird weiterhin als Familienweingut geführt und bewirtschaftet nach eigenen Angaben rund zehn Hektar; die durchschnittliche Jahresproduktion liegt bei etwa 70.000 Flaschen. Die offizielle Betriebsbezeichnung lautet Azienda Agricola Elio Altare di Silvia Altare.
Ein prägender Einschnitt folgte im Januar 1976. Elio Altares erste Reise nach Burgund war nach Darstellung des Weinguts eine Offenbarung und markierte einen grundlegenden Wandel für die Arbeit im Weinberg und im Keller. Dieser Moment gehört damit zum zentralen historischen Bezugspunkt der Marke.
Weinbereitung: spontane Gärung, klare Abgrenzung
Für die alkoholische Gärung werden laut Weingut keine Hefen zugesetzt: Die Vergärung erfolgt mit indigenen Hefen. In der Bewirtschaftung nennt der Betrieb einen reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Zugleich grenzt er sich ausdrücklich von biodynamischen oder vergleichbaren Methoden ab. Diese Differenzierung ist wichtig: Eine zurückhaltende Pflanzenschutzpraxis ist nicht mit einer biodynamischen Arbeitsweise gleichzusetzen.
Vom Barolo bis zu L’Insieme
Das offizielle Portfolio führt mehrere Barolo-DOCG-Abfüllungen, darunter Arborina, Cannubi und Unoperuno, außerdem den Barolo Riserva Cerretta Vigna Bricco sowie Brunate. Daneben stehen etwa Larigi, Giàrborina, La Villa, Dolcetto d’Alba, Barbera d’Alba und Langhe Nebbiolo. Die Namen bezeichnen unterschiedliche Weine innerhalb des Hauses und geben einen Eindruck von dessen breitem Spektrum über mehrere Kategorien hinweg.
Eine besondere Rolle nimmt L’Insieme ein. Elio Altare gründete die Winzerinitiative und gemeinnützige Organisation 1997. Die beteiligten Weingüter steuern jeweils eine eigene Cuvée bei. Damit verbindet dieser Wein einen Teil der Markenwelt mit einem ausdrücklich sozialen Zweck.