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Escoda-Sanahuja in Prenafeta
Der Betrieb liegt in Prenafeta, einem Ortsteil von Montblanc im katalanischen Hinterland. Joan Ramon Escoda Sanahuja begann das Weinprojekt 1997. Seit 2003 ist die ökologische Bewirtschaftung der Weinberge zertifiziert; ergänzend orientiert sich die Arbeit an biodynamischen Grundsätzen. Die geografische Lage in der Conca de Barberà bedeutet dabei nicht automatisch, dass jede Flasche unter der gleichnamigen geschützten Herkunft vermarktet wird. Dafür ist die Kennzeichnung der jeweiligen Abfüllung maßgeblich.
Spontane Gärung und Verzicht auf zugesetzten Schwefel
Escoda-Sanahuja vergärt mit den auf Trauben und im Keller vorhandenen Hefen und verzichtet nach eigenen Angaben auf önologische Zusatzstoffe. Seit 2007 wird auch kein Schwefeldioxid zugesetzt. Diese Arbeitsweise verbindet die Weine, führt aber nicht zu einem einheitlichen Geschmacksbild: Rebsorte, Maischekontakt, Ausbau und Jahrgang prägen die einzelnen Etiketten deutlich.
Orientierung im Sortiment
- Els Bassots: Chenin Blanc mit Maischekontakt, ausgeprägter Struktur und spürbarem Gerbstoff - eine passende Wahl, wenn ein klassisch fruchtbetonter Weißwein nicht gesucht ist.
- La Llopetera: Pinot Noir und damit der klarste rebsortenbezogene Einstieg in die Rotweine von Escoda-Sanahuja.
- Les Paradetes: eine rote Cuvée, bei der die konkrete Zusammensetzung des jeweiligen Jahrgangs wichtiger ist als die Orientierung an nur einer Rebsorte.
- Weitere Abfüllungen: Bei Els Bassotets, Coll del Sabater und Nas del Gegant sollten Farbe, Rebsatz und Vinifikation direkt für den jeweiligen Jahrgang geprüft werden.
Für die Auswahl innerhalb der Marke sind daher vor allem Rebsorte, Maischekontakt und Jahrgang entscheidend. Der gemeinsame Nenner ist die zurückhaltende Kellerarbeit, nicht ein über alle Etiketten hinweg standardisierter Stil.