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Ein historisches Gut, eine neu aufgebaute Kellerei
Die Geschichte von Casa Castillo reicht auf dem Gut bis 1941 zurück: In diesem Jahr erwarb José Sánchez-Cerezo die Finca. Zunächst war sie unter anderem mit dem Handel von Holz, Espartogras und aromatischen Kräutern verbunden. Die heutige Bodega entstand deutlich später. 1991 wurde eine stillgelegte historische Kellerei wiederaufgebaut, um die eigenen Trauben selbst zu verarbeiten.
Das Anwesen liegt auf rund 700 Metern im Herzen der Hochebene von Jumilla. Von den insgesamt 420 Hektar entfallen 170 Hektar auf Weinberge.
Monastrell aus Jumilla
Die autochthone Monastrell bildet den identitätsstiftenden Kern des Rebsortenprofils. Hinzu kommen Garnacha und Syrah, die auf dem Gut traditionell kultiviert werden. Die verschiedenen Parzellen nehmen die Nordhänge der Sierra de El Molar ein. Als Bodentyp nennt Casa Castillo kalkhaltigen Sand mit marinem Kalkgeröll.
Die Bewirtschaftung beschreibt das Weingut als organisch und vollständig ökologisch. Die Reben werden traditionell als Trockenland- und Buschreben kultiviert.
Traditionelle Vinifikation mit großen Holzgebinden
Auch die Kellerarbeit folgt einem bewusst traditionellen Ansatz. Die Vergärung erfolgt mit autochthonen Hefen, also Hefen, die aus dem natürlichen Umfeld der Trauben und des Weinguts stammen. Teilweise werden ganze Trauben eingesetzt, zudem nennt Casa Castillo kurze Maischestandzeiten.
Bei der Reifung wechseln die Weine zunächst in gebrauchte 500-Liter-Fässer und anschließend in 5.000-Liter-Fuder. Diese Abfolge gehört zum dokumentierten Herstellungsprofil der Bodega und ergänzt die Herkunftsmerkmale von Monastrell, Garnacha und Syrah um eine klar umrissene Kellertradition.