Fontanafredda

Fontanafredda ist ein historisch gewachsenes Weingut mit Weinbergen in Serralunga d’Alba und weiteren Gemeinden. Seine Geschichte beginnt 1858, als Vittorio Emanuele II. das Gut erwarb und es Rosa Vercellana, genannt „La Bella Rosina“, zudachte.

Mit dem von Emanuele Alberto di Mirafiore ab 1878 etablierten Weinbaubetrieb und dem dokumentierten Barolo-Export über Italiens Grenzen hinaus ab 1886 verbindet Fontanafredda historische Entwicklung mit einer über mehrere Gemeinden verteilten Weinbergsbasis. 2022 wurde die Marke als „Historic Brand“ des italienischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung anerkannt.

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Von der königlichen Schenkung zum Weingut

Die Entstehung Fontanafreddas ist eng mit der italienischen Geschichte des 19. Jahrhunderts verbunden: 1858 erwarb Vittorio Emanuele II. das Gut und widmete es Rosa Vercellana, die als „La Bella Rosina“ bekannt war. Eine eigenständige weinbauliche Entwicklung nahm Fontanafredda 1878, als Emanuele Alberto di Mirafiore das Gut etablierte. Nach Angaben des Produzenten wurden damals mehr als 300 Hektar direkt bewirtschaftet.

Diese Herkunft ist nicht nur ein historischer Hintergrund, sondern ausdrücklich Teil der heutigen Markenidentität. Die Anerkennung als „Historic Brand“ durch das italienische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2022 ordnet Fontanafredda zudem offiziell in den Kreis historisch relevanter italienischer Marken ein.

Barolo mit früher Exportgeschichte

Für die Geschichte des Barolo steht bei Fontanafredda ein konkret datierter Meilenstein: 1886 begann der Export des Weins über die italienischen Grenzen hinaus. Damit lässt sich die internationale Ausrichtung der Marke historisch belegen, ohne sie von späteren Marktannahmen abhängig zu machen.

Auch die Weinlinien erzählen von einer Entwicklung über den Barolo hinaus. 1959 erzeugte Fontanafredda erstmals den Schaumwein Contessa Rosa Metodo Classico. Der Produzent stellt diese Linie in den historischen Zusammenhang der heutigen Alta-Langa-Tradition. Als dokumentierter Bestandteil der Markengeschichte verweist Contessa Rosa damit auf eine frühe Beschäftigung Fontanafreddas mit dieser Form der Schaumweinproduktion.

Weinberge in mehreren Gemeinden

Die heutige Weinbergsbasis umfasst laut eigener Darstellung annähernd 120 Hektar. Die Flächen verteilen sich auf Serralunga d’Alba, Barolo, Diano d’Alba, Dogliani, Farigliano, Alba, Rodello und Sant’Agata Fossili. Diese präzise geografische Streuung beschreibt die Herkunftsgrundlage der Marke, ohne eine einheitliche Lage oder einen einzigen Ortscharakter zu behaupten.

Für die Einordnung von Fontanafredda sind daher drei Ebenen entscheidend: die königlich geprägte Entstehungsgeschichte, die frühe Barolo-Exportgeschichte und die dokumentierte Entwicklung eigener Weinlinien wie Contessa Rosa. Zusammen ergeben sie das Profil eines historisch gewachsenen Weinguts mit Weinbergen in mehreren Gemeinden.

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