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Eine Maison aus Reims, ein Zeichen mit Geschichte
Die Maison Mumm entstand 1827 in Reims. Ihre Identität lässt sich besonders klar an einem Gestaltungselement ablesen: Georges Hermann Mumm ließ 1876 ein rotes Seidenband am Flaschenhals der Brut-Cuvée anbringen. Fünf Jahre später wurde das Band durch ein Etikett mit roter Schärpe ersetzt. Der Cordon Rouge bewahrt damit nicht einfach eine dekorative Farbe, sondern führt ein historisch gewachsenes Markenzeichen in veränderter Form weiter.
Der Cordon Rouge und seine regionale Cuvée
Die Cordon-Rouge-Cuvée ist von Pinot Noir geprägt. Für ihren Verschnitt stehen Pinot-Noir-Partien aus der Montagne de Reims und der Aube neben Chardonnay und Meunier aus mehreren Teilregionen der Champagne. Der Stil ergibt sich dabei nicht aus einer einzigen Herkunft, sondern aus dem Zusammenspiel der benannten Rebsorten und Champagne-Teilregionen.
Für die Einordnung ist wichtig, zwischen dem Markenzeichen und der Weinherkunft zu unterscheiden: Cordon Rouge bezeichnet die charakteristische Linie der Maison, während die konkrete Cuvée mehrere regionale und sortentypische Bausteine zusammenführt.
RSRV Cuvée 4.5: fünf Grand-Cru-Herkünfte
Eine andere Perspektive auf das Haus zeigt die RSRV Cuvée 4.5. Sie verbindet fünf Grand-Cru-Herkünfte: Verzenay, Aÿ, Bouzy, Cramant und Avize. Die Bezeichnung fasst diese beiden Eckdaten direkt zusammen: Die „4“ steht für mindestens vier Jahre Kellerreife, die „5“ für die fünf verwendeten Grand-Cru-Terroirs.
Damit markieren Cordon Rouge und RSRV Cuvée 4.5 zwei unterschiedliche Orientierungspunkte innerhalb der dokumentierten Markenwelt von G.H. Mumm: hier das über Jahrzehnte fortgeführte rote Erkennungszeichen und eine Pinot-Noir-geprägte Cuvée, dort eine präzise benannte Zusammenstellung von fünf Grand-Cru-Herkünften mit ausgewiesener Kellerreife.