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Glenmorangie aus Tain: Herkunft und Brennereistil
Die Glenmorangie Distillery liegt bei Tain in den schottischen Highlands und nahm 1843 unter William Matheson ihren Betrieb auf. Zu ihren markanten Merkmalen gehören das Wasser der Tarlogie Springs und außergewöhnlich hohe kupferne Brennblasen. Deren lange Hälse sind ein wesentlicher Bestandteil des auf einen leichten, fruchtbetonten Rohbrand ausgerichteten Brennereistils.
Eine wichtige Auswahlachse innerhalb der Marke ist die Fassreifung. Glenmorangie kombiniert die Reifung in ehemaligen Bourbonfässern mit gezielten Nachreifungen oder Fassanteilen aus Sherry-, Port- und Süßweinfässern. Dadurch reichen die Abfüllungen von hellen Zitrus- und Vanillenoten bis zu Trockenfrucht, dunkler Schokolade, Gewürzen und ausgeprägten Röstaromen.
Glenmorangie-Abfüllungen richtig vergleichen
- X by Glenmorangie: wurde mit Blick auf Longdrinks und Highballs entwickelt. Er ist die naheliegende Wahl, wenn der Whisky vor allem gemixt werden soll.
- Lasanta 15 Years: stellt den Einfluss von Oloroso-Sherryfässern in den Vordergrund. Trockenfrucht, Gewürze und eine vollere Süße kennzeichnen die Stilrichtung.
- Quinta Ruban 14 Years: wird in Portweinfässern nachgereift. Das führt zu einem dunkleren, fruchtbetonten Profil mit Anklängen von Schokolade und Gewürzen.
- Nectar d’Or: ältere Ausgaben sind für ihre Nachreifung in Sauternesfässern bekannt. Da sich Name, Altersangabe und Ausgestaltung dieser Linie verändert haben, sollte die konkrete Ausgabe anhand des Etiketts verglichen werden.
- 18 Years: verbindet eine lange Reifezeit mit Bourbonfassreifung und einem Sherryfassanteil. Bezeichnung und genaue Fasszusammenstellung können je nach Produktgeneration variieren.
- Signet: hebt sich durch stark geröstetes, als Chocolate Malt bezeichnetes Gerstenmalz ab. Der Begriff meint keinen zugesetzten Kakao, sondern einen Röstgrad, der intensive Kaffee-, Kakao- und Malznoten begünstigt.
Alter, Fassart oder Mixbarkeit?
Für die Wahl sind drei Angaben besonders hilfreich: die Altersangabe, die verwendeten Fassarten und der vorgesehene Trinkstil. X by Glenmorangie richtet sich an Mixgetränke, Lasanta und Quinta Ruban zeigen deutlich unterschiedliche Sherry- beziehungsweise Portweineinflüsse, während Signet vor allem über sein geröstetes Malzprofil definiert ist. Bei älteren Flaschen lohnt sich ein genauer Blick auf Etikett und Alkoholgehalt, weil mehrere Glenmorangie-Linien im Laufe der Zeit überarbeitet wurden.