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Vom alten Weinberg zum eigenen Projekt
Iturregi geht auf die Wiedergewinnung eines kleinen, zuvor aufgegebenen Weinbergs zurück. Die Idee dazu wurde während der COVID-19-Quarantäne entwickelt; der Weinberg selbst wird als hundert Jahre alt beschrieben. Damit steht nicht eine lange, ununterbrochene Erzeugergeschichte im Vordergrund, sondern ein konkret datierbarer Neuanfang auf historischem Rebgrund.
Für eine der Weißweinlinien bewirtschaftet das Projekt 12.900 Quadratmeter Rebfläche in Zumaia. Die Anlage ist südöstlich ausgerichtet und im Spalier erzogen. Iturregi erzeugt zwei Weißweinlinien unter der geschützten Herkunftsbezeichnung Getariako Txakolina und nennt Hondarrabi Zuri als lokale Rebsorte.
Getariako Txakolina als Herkunftsrahmen
Getariako Txakolina ist die maßgebliche Herkunftsbezeichnung der Weine. Seit 2007 umfasst ihr Gebiet ganz Gipuzkoa; der Kontrollrat der Herkunftsbezeichnung steht für die Kontrolle von Herkunft und Qualität. Die Bezeichnung ordnet Iturregi damit klar in einen regulierten regionalen Rahmen ein, ohne den individuellen Ausbau der einzelnen Abfüllungen vorwegzunehmen.
Bizkarraga 2022: Hefereife und Kastanienholz
Beim offiziell beschriebenen Iturregi Bizkarraga 2022 wurden nur Trauben verarbeitet, die einer strengen manuellen Selektion entsprachen. Der Wein reifte acht Monate auf der Feinhefe in einem 2.000-Liter-Fass aus Kastanienholz. Feinhefelager bezeichnet den Ausbau auf den nach der Gärung im Wein verbliebenen Hefen; die Angabe verweist hier auf eine bewusst gewählte Reifephase, nicht allein auf einen jungen, unmittelbar abgefüllten Weißwein.
Die Produktion dieses Jahrgangs war auf 2.638 Flaschen begrenzt. Zusätzlich beschreibt das Iturregi-Team eine weitere limitierte Edition mit 1.150 Flaschen als sein besonders ambitioniertes Weinprojekt. Beide Mengenangaben beziehen sich auf die jeweils genannten Editionen und sind keine allgemeine Aussage über sämtliche Iturregi-Weine.