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Ein Weingut, eine Rebsorte
Joh. Jos. Prüm steht für eine konsequente Riesling-Ausrichtung an der Mosel. Der Sitz in Bernkastel-Wehlen und eine Rebfläche von 22 Hektar geben den geografischen und betrieblichen Rahmen vor; beim Rebsortenprofil ist die Marke ungewöhnlich klar konturiert: Der VDP weist 100 Prozent Riesling aus.
Die Weinberge stehen auf grauem Devonschiefer und Verwitterungsböden. Hinzu kommen Schiefersteillagen, in denen das Weingut nach eigener Beschreibung die unterschiedlichen Möglichkeiten des Rieslings auslotet. Das erklärt die starke Konzentration auf Herkunft und Lage: Nicht eine breite Rebsortenpalette, sondern die Ausprägung des Rieslings bildet den Kern des Hauses.
Lagen als Grundlage der Einordnung
Zum ausgewiesenen Lagenportfolio zählen Sonnenuhr in Zeltingen, Johannisbrünnchen, Badstube, Himmelreich und Lay. Die Sonnenuhr in Zeltingen führt der VDP ausdrücklich als VDP.GROSSE LAGE®. Diese Klassifikationsbezeichnung bezieht sich auf die entsprechende Lage und ist nicht automatisch mit einem einzelnen Jahrgang oder einer bestimmten Abfüllung gleichzusetzen. Für die übrigen genannten Lagen ist an dieser Stelle lediglich ihre Zugehörigkeit zum Lagenportfolio belegt.
Naturwein- und Prädikatsweingedanke
Dr. Manfred Prüm beschreibt die Philosophie des Weinguts als eng mit dem traditionellen Naturwein- und Prädikatsweingedanken verbunden. Zusammen mit der vollständigen Riesling-Ausrichtung entsteht daraus ein klarer Markenkern: Die Weine werden über Rebsorte, Schieferlagen und die traditionelle Prädikatsweinorientierung eingeordnet.
Benannte Inhaber
Als Inhaber führt der VDP Dr. Manfred Prüm, Wolfgang Prüm und Dr. Katharina Prüm. Damit ist die Verantwortung für das Weingut klar benannt. Für die fachliche Einordnung von Joh. Jos. Prüm sind vor allem drei Punkte maßgeblich: der Standort Bernkastel-Wehlen, die Arbeit mit Riesling auf Schiefersteillagen und die ausdrücklich formulierte Bindung an den Naturwein- und Prädikatsweingedanken.