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Eigenständiges Weingut mit familiärer Herkunft
Kir-Yianni wurde 1997 von Yiannis Boutaris gegründet, nachdem er die Boutari Wine Group verlassen hatte. Die Marke wird vom Produzenten als eigenständiges Weingut geführt – nicht als bloße Weinlinie. Ihre familiäre Vorgeschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück: Boutaris stammte aus einer Winzerfamilie, deren Weinunternehmen sein Großvater 1879 etablierte.
Heute verbindet Kir-Yianni zwei eigene Weinbaustandorte mit Kellereien in Naoussa und Amyndeon. Diese geografische Zweiteilung prägt das Markenprofil stärker als ein einzelner, übergreifender Weinstil.
Naoussa: Xinomavro im Mittelpunkt
Das Anwesen in Naoussa umfasst 60 Hektar und liegt auf 120 bis 280 Metern Höhe. Xinomavro macht dort 50 Prozent der Bepflanzung aus und ist damit der wichtigste Rebsortenbezug des Standorts. Ergänzt wird die Bepflanzung durch Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon.
Zum markeneigenen Portfolio gehören außerdem Weine aus den kleinen Parzellen Palpo, Droumo und Rasto. Als Single-Block-Weine werden sie jeweils mit einem einzelnen Weinbergsblock verbunden. Dadurch richtet sich die Aufmerksamkeit auf die konkrete Parzellenherkunft innerhalb des Weinguts und nicht nur auf die übergeordnete Herkunftsbezeichnung Naoussa.
Amyndeon: Weinbau in großer Höhe
In Amyndeon betreibt Kir-Yianni eine zweite Kellerei mit 30 Hektar eigenen Weinbergen. Der Standort Samaropetra liegt auf 720 Metern Höhe. Neben weißen Rebsorten wird dort auch Assyrtiko angebaut. Amyndeon erweitert das Profil der Marke damit um einen hoch gelegenen Standort und um weiße Herkünfte neben dem Xinomavro-Schwerpunkt von Naoussa.
Dokumentierter Nachhaltigkeitsschritt
Kir-Yianni gibt an, 2024 als erstes griechisches Weingut den CO₂-Fußabdruck über beide Standorte hinweg nach ISO 14064 gemessen und unabhängig verifiziert zu haben. Dieser Schritt ergänzt die geografische und historische Identität der Marke um einen konkret dokumentierten Nachhaltigkeitsansatz.