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Garnacha und Albillo Real aus der Sierra de Gredos
Las Moradas de San Martín ist seit 1999 an der madrilenischen Seite der Sierra de Gredos verankert und arbeitet innerhalb der D.O. Vinos de Madrid. Das Zentrum des Weinbaus bildet der eigene Pago de los Castillejos auf 870 Metern Höhe. Der Standort umfasst nach Angaben des Produzenten 21 Hektar Rebfläche und verbindet eine klare Höhenlage mit nährstoffarmen, granitisch-sandigen Böden. Diese Struktur wird mit der Verwitterung von Graniten, Gneisen, Gang- und Arkosegesteinen erklärt.
Im Pago stehen 17 Hektar Garnacha und 3,4 Hektar Albillo Real. Die Anlagen umfassen sowohl junge Reben als auch Pflanzungen von mehr als 100 Jahren; kultiviert wird als Buschrebe im Trockenanbau. Damit benennt die Marke ihre beiden zentralen Rebsorten präzise: Garnacha bildet den roten Schwerpunkt, Albillo Real ergänzt ihn als regional verankerte weiße Sorte.
Ökologischer und handwerklicher Ansatz
Las Moradas de San Martín bezeichnet die eigenen Weine als ökologisch. Die gesamte Lese erfolgt von Hand, hinzu kommen niedrige Hektarerträge und eine handwerklich ausgerichtete Weinbereitung. Diese Angaben beschreiben weniger ein abstraktes Stilversprechen als konkrete Entscheidungen im Weinberg und bei der Erzeugung: selektive, manuelle Arbeit und ein klarer Fokus auf die Bedingungen des eigenen Standorts.
Wein, Geschichte und Literatur
Zur Identität der Marke gehört außerdem eine erzählerische Ebene. Las Moradas de San Martín stellt Wein, regionale Geschichte und Literatur ausdrücklich in einen Zusammenhang. Die Etiketten tragen literarische Texte zeitgenössischer Autoren, die eigens für die Bodega geschaffen wurden. Der Wein wird dadurch nicht nur über Rebsorte und Herkunft vermittelt, sondern auch über eine kuratierte Verbindung zur Kultur des Umfelds.
Für die Einordnung der Marke sind deshalb drei Ebenen maßgeblich: die hoch gelegene Parzelle Pago de los Castillejos, die Konzentration auf Garnacha und Albillo Real sowie die ökologische, vollständig manuelle Arbeitsweise. Ergänzt wird dieses Profil durch die ungewöhnlich konkrete literarische Gestaltung der Etiketten.