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Eine Familiengeschichte mit neuem Kellerleben
Mas Comtal S.L. ist der kommerzielle Name des familiengeführten Weinguts. Laut Produzent befindet sich das Gut seit 1355 im Besitz der Familie. Ein wichtiger Einschnitt folgte mit der Ernte 1993: Damals nahm Mas Comtal die alte Kellerei wieder in Betrieb. Die Marke steht damit sowohl für eine lange Besitzgeschichte als auch für die erneute Aufnahme eigener Weinbereitung.
40 Hektar Rebfläche und dokumentierte ökologische Arbeit
Die Weinberge liegen nördlich des Gutshauses und umfassen laut Produzentenangabe 40 Hektar. Sie befinden sich in rund 350 Metern Höhe. Seit 2001 sind Weinberge und Weinproduktion CCPAE-zertifiziert; außerdem beschreibt Mas Comtal den Verzicht auf Herbizide und systemische Fungizide. Diese Angaben kennzeichnen die dokumentierte Arbeitsweise des Weinguts, ohne daraus pauschale Stilurteile über jede einzelne Abfüllung abzuleiten.
Rebsorten zwischen regionaler Prägung und Experiment
Als besonders emblematisch nennt Mas Comtal Xarel·lo, Malvasia de Sitges und Garnatxa Negra. Xarel·lo und Malvasia de Sitges gehören damit zum belegten weißen Sortenprofil, Garnatxa Negra zum roten. Ergänzend baut das Weingut internationale Rebsorten an. Entscheidend ist dabei weniger ein einheitliches Geschmacksversprechen als die erkennbare Verbindung aus den genannten Sorten und einer breiter angelegten Bepflanzung.
Vom Ende der Cava-Phase zu Penedès-Schaumweinen
2001 meldete sich Mas Comtal nach eigener Darstellung von der Cava-Herstellung ab. Anschließend begann eine neue Phase mit Schaumweinen, die unter der Herkunftsbezeichnung Penedès erzeugt wurden. Diese Entwicklung gehört zur jüngeren Markengeschichte und zeigt, dass die Schaumweinproduktion des Hauses nicht einfach mit der früheren Cava-Phase gleichzusetzen ist.
Gran Angular als offene Projektlinie
Eine weitere eigenständige Facette ist Gran Angular. Die ersten Flaschen dieser Linie wurden laut Produzent 2011 eingeführt. Mas Comtal beschreibt Gran Angular als kreative, experimentelle Linie ohne zugesicherte Kontinuität. Für Kenner ist deshalb die konkrete Edition beziehungsweise Abfüllung maßgeblicher als die Erwartung einer dauerhaft gleichbleibenden Serie.