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Ein Tokaj-Weingut aus Tolcsva
Tokaj Oremus ist in Tolcsva angesiedelt, einem Ort im Zentrum des Tokaj-Dreiecks. Die Gründung erfolgte 1993 durch den spanischen Weinproduzenten Vega Sicilia. Damit steht Oremus für ein eigenständiges Weingut in Ungarn, dessen Name unmittelbar mit den unterschiedlichen Weinarten Tokajs verbunden ist.
Das Spektrum reicht von süßen Weinen bis zu trockenen Weißweinen. Aszú, Late Harvest und Eszencia bilden die süße Seite des Portfolios; Mandolás und Petracs stehen für die trockenen Weißweine des Hauses. Diese Gegenüberstellung ist ein wichtiger Zugang zu Oremus: Der Betrieb lässt sich nicht auf eine einzige Tokaj-Spezialität reduzieren.
Keller im vulkanischen Untergrund
Oremus verfügt nach eigener Angabe über weitläufige natürliche Untergrundkeller, die in vulkanischen Untergrund gehauen sind. Die Keller gehören damit nicht bloß zur technischen Infrastruktur des Weinguts, sondern sind ein konkreter Teil seines Ortes und seiner baulichen Prägung.
Eszencia als konzentrierte Spezialität
Innerhalb der süßen Weine nimmt Eszencia bei Oremus eine besondere Stellung ein: Das Weingut bezeichnet sie als das Kernstück seines Weinprofils. Es handelt sich um eine besonders konzentrierte Tokaj-Spezialität, die sich auch technisch deutlich von üblichen Weinen unterscheidet.
Das Datenblatt zur Eszencia 2011 nennt 569 g/l Zucker. Unter optimalen Bedingungen wird für diesen Jahrgang eine Lagerfähigkeit von mehr als 50 Jahren angegeben. Diese Werte beziehen sich ausdrücklich auf die Eszencia 2011 und nicht pauschal auf sämtliche Abfüllungen des Weinguts.
Süß oder trocken: die zwei Seiten von Oremus
Wer Oremus einordnen möchte, kann zunächst zwischen den süßen Tokaj-Weinen und den trockenen Weißweinen unterscheiden. Aszú, Late Harvest und Eszencia stehen für drei namentlich ausgewiesene süße Kategorien des Hauses; Mandolás und Petracs markieren die trockene Linie. So umfasst die Marke sowohl Tokajs edelsüße Tradition als auch trockene Weißweine aus dem Gebiet.