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Von der Likörfabrik zur Marke Pagès
Die Geschichte von Pagès beginnt 1859 in Le Puy-en-Velay: Joseph Rumillet-Charretier gründete dort eine Likörfabrik und entwickelte eine Rezeptur für Verveine-Likör. Später gab Victor Pagès dem Unternehmen seinen Namen. Die Verbindung von Marke und Verveine du Velay reicht damit bis in das 19. Jahrhundert zurück.
Heute ist Pagès eine eigenständige Marke innerhalb der Vedrenne-Gruppe, die traditionsreiche französische Destillerien und Spirituosenmarken zusammenführt. Rechtlich wird die Vedrenne-Website von der SAS PAGES VEDRENNE mit Eintragung in Le Puy-en-Velay betrieben.
Zitronenverbene als Ausgangspunkt
Verveine du Velay bezeichnet bei Pagès eine Kräuterlikör-Spezialität, deren prägende Pflanze die Zitronenverbene ist. Die Distillerie Pagès befindet sich in Saint-Germain-Laprade bei Le Puy-en-Velay im Département Haute-Loire. Nach Angaben der Destillerie wird die verwendete Verbene am eigenen Standort kultiviert, vor dem ersten Frost gelesen und anschließend getrocknet.
Damit steht nicht irgendeine allgemein verstandene Kräutermischung im Vordergrund, sondern eine konkret benannte Pflanzenbasis: Zitronenverbene. Ergänzend kommen weitere Pflanzen, Kräuter und Gewürze zum Einsatz.
Die Arbeitsschritte der Destillerie
Die offizielle Darstellung der Distillerie beschreibt drei wesentliche Etappen: Mazeration, Destillation in Kupferbrennblasen und Reifung in Eichenfässern. Bei der Mazeration werden pflanzliche Zutaten in Alkohol angesetzt, um aromatische Bestandteile zu lösen. Die anschließende Destillation erfolgt in Kupferbrennblasen; darauf folgt die Reifung im Holzfass.
Diese Abfolge erklärt den handwerklichen Rahmen hinter Verveine du Velay: kultivierte und getrocknete Zitronenverbene trifft auf eine Herstellung, die Pflanzenextraktion, Brennvorgang und Fassreife miteinander verbindet. Gerade diese Verbindung von lokal angebauter Verbene und Destilleriearbeit prägt die historische Identität von Pagès.