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Ein Pazo mit dokumentierter Weinbaugeschichte
Pazo Baión verbindet einen konkreten Ort mit einer eigenständigen Weinmarke. Das Anwesen liegt in Vilanova in der Val-do-Salnés-Subzone der D.O. Rías Baixas. Seine ersten bibliografischen Erwähnungen datieren ins 16. Jahrhundert. Noch präziser wird die historische Spur im Jahr 1731: Dokumente belegen den Anbau von Reben auf der Finca. Die dortige Quelle beschreibt diese Reben als höchstwahrscheinlich Albariño.
Damit ist die Geschichte des Weinguts nicht nur über den Namen oder die Architektur des Anwesens definiert, sondern auch über einen belegten Bezug zum Weinbau. Die heutige Ausrichtung konzentriert sich auf Albariño-Weine, für die ausschließlich Trauben aus der eigenen Finca verwendet werden.
Seit 2008 unter dem Dach von Adega Condes de Albarei
Am 16. Juli 2008 erwarb Adega Condes de Albarei die Bodega Pazo Baión. Pazo Baión blieb dabei als klar erkennbare Weinguts- und Markenbezeichnung bestehen. Die offizielle Darstellung der D.O. Rías Baixas führt sowohl Pazo Baión als auch Pazo Baión „Vides de Fontán“ als Marken beziehungsweise Weinlinien von Adega Condes de Albarei.
Für die Einordnung ist diese Verbindung wichtig: Pazo Baión steht nicht lediglich für eine Herkunftsangabe, sondern für ein bestimmtes Weingut innerhalb des Produzentenportfolios. Zugleich bleibt die geografische Zuordnung eindeutig: Vilanova, Val do Salnés und die D.O. Rías Baixas bilden den dokumentierten Rahmen der Marke.
Albariño aus der eigenen Finca
Die Formulierung „ausschließlich aus eigenen Trauben“ beschreibt eine konkrete Herstellungsgrundlage: Das verwendete Lesegut stammt aus der Finca von Pazo Baión. Über Ausbauarten, Reifezeiten oder einzelne Geschmacksprofile der verschiedenen Weine liegen in den zugrunde liegenden Angaben keine belastbaren Details vor. Eine fachlich saubere Einordnung bleibt deshalb bei Herkunft, Rebsorte und Markenstruktur.
Ein Weinprojekt mit sozialer Zweckbindung
Zur Geschichte des aktuellen Projekts gehört außerdem eine ausdrücklich benannte soziale Komponente. Fünf Prozent der Verkäufe der Pazo-Baión-Albariños fließen in Präventionsprogramme gegen Drogenabhängigkeit. Dieser Anteil ist als Bestandteil der Marken- und Projektbeschreibung dokumentiert und ergänzt die historische sowie weinbauliche Identität des Guts um einen sozialen Zweck.