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Vom Landkauf zur eigenständigen Quinta
Die Geschichte von Quinta do Vale Meão reicht in das Jahr 1877 zurück. Damals erwarb Antónia Adelaide Ferreira rund 300 Hektar unbebautes Land vom Município de Vila Nova de Foz Côa. Aus diesem Erwerb entwickelte sich das Weingut im Douro. Die historische Herkunft ist damit nicht nur eine Frage eines alten Namens, sondern eng mit einem konkreten Ort und einer eigenständigen Quinta verbunden.
Ein entscheidender Schritt folgte 1994: Francisco Javier de Olazabal und seine Kinder wurden alleinige Eigentümer. Seit 1998 entstehen, reifen und werden die Weine über die Gesellschaft F. Olazabal & Filhos Lda. geführt. Damit etablierte sich Quinta do Vale Meão als eigenständige Weinmarke neben ihrer historischen Verbindung zu Casa Ferreirinha.
Ein eigenes Douro-Profil
Die Weinberge sind nicht als einheitliche Fläche angelegt, aus der jede Partie gleich behandelt wird. Unterschiedliche traditionelle Douro-Rebsorten wachsen in getrennten Blöcken. Hinzu kommen geologische Unterschiede innerhalb der Weinberge. Beides beeinflusst die Eigenart der jeweiligen Partien und trägt dazu bei, unterschiedliche Weinstile innerhalb der Quinta zu entwickeln.
Auch im Keller folgt das Weingut keiner rein historischen oder rein technischen Doktrin. Die Weinbereitung verbindet traditionelle Methoden in Lagares mit moderner Kellertechnik.
Die Weinlinien seit 1999
Mit dem ersten Jahrgang 1999 wurden die beiden zentralen Weinlinien eingeführt. Der Wein mit dem Namen Quinta do Vale Meão wurde als Spitzenwein der Quinta eingeführt. Meandro do Vale Meão entstand als zweiter Wein. Beide Bezeichnungen gehören damit zur Geschichte des eigenen Hauses und markieren eine bewusste Differenzierung innerhalb der Produktion.
Für die fachliche Einordnung ist deshalb weniger ein einzelner Rebsortenname entscheidend als das Zusammenspiel aus Parzellen, Bodenunterschieden, traditionellen Douro-Sorten und einer dualen Kellerphilosophie. Quinta do Vale Meão steht für einen Produzenten, der seine Herkunft aus dem Douro mit einer seit den 1990er-Jahren klar konturierten Eigenständigkeit verbindet.