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Ein eigenes Domaine im Herzen von Chablis
Samuel Billaud ist ein eigenständiges Weingut beziehungsweise Weinlabel in Chablis und nicht mit dem Domaine Billaud-Simon gleichzusetzen. Die offizielle Chablis-Institution führt beide Namen getrennt. Samuel Billaud entwickelte sein eigenes Domaine nach einer fast 20-jährigen Tätigkeit als Vinificateur im Familienbetrieb weiter.
Sein Sitz liegt im Zentrum des Dorfes Chablis. Die dortigen Keller stammen laut eigener Darstellung aus dem 13. Jahrhundert – ein historischer Bestandteil der Markenidentität, der den Betrieb eng mit dem Ort verbindet.
Chardonnay aus kimmeridgischen Mergelböden
Die eigene Darstellung des Hauses nennt kimmeridgische tonig-kalkige Mergelböden und Chardonnay als zentrale Grundlage des Weinbaus. Damit beschreibt Samuel Billaud sein Profil über zwei präzise Bezugspunkte: den für Chablis benannten Bodentyp und die dort eingesetzte Rebsorte.
Das Betriebsmodell beschränkt sich dabei nicht ausschließlich auf eigene Rebflächen. Neben dem eigenen Weinbau kauft Samuel Billaud Trauben aus ausgewählten Chablis-Terroirs ein. Diese Verbindung von eigener Bewirtschaftung und gezielter Traubenbeschaffung ist ein wesentlicher Unterschied zu einem reinen Gut mit ausschließlich selbst erzeugtem Lesegut.
Vinifikation und Ausbau nach Appellation
Die Weine werden je nach Appellation in Tanks und Fässern vinifiziert. Der anschließende Ausbau dauert nach Angaben des Hauses zwischen zwölf und 18 Monaten. Die Wahl zwischen Tank und Fass sowie die unterschiedliche Dauer ordnen sich dabei der jeweiligen Appellation unter, statt für alle Weine ein einheitliches Verfahren vorzugeben.
Für die Einordnung der Marke ist deshalb weniger eine pauschale Stilformel entscheidend als die Kombination aus Ortsbindung, Chardonnay-Fokus, kimmeridgischem Untergrund und einem zweigleisigen Beschaffungsmodell. Hinzu kommt Samuel Billauds langjährige Erfahrung in der Vinifikation, bevor er das nach ihm benannte Domaine eigenständig weiterentwickelte.