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Ein eigenständiges Projekt von ATTIS
Sangarida entstand 2019 als neues Projekt von ATTIS Bodega y Viñedos gemeinsam mit dem langjährigen Weggefährten Jean-François Hébrard. An der Entwicklung war außerdem Lía beteiligt, die Tochter von Robustiano Fariña. Die Produzentenseite beschreibt Sangarida nicht als bloße Nebenlinie, sondern als eigenständiges, in Stil und visueller Identität eigenwilliges Projekt, das die Philosophie von ATTIS in die Region León überträgt.
Der konkrete Herkunftsrahmen ist das D.O.-Gebiet Bierzo. Das offizielle Portfolio führt unter anderem Sangarida Mencía, Sangarida Godello und La Yegua; mit La Guiana ist außerdem ein Wein dokumentiert, der die Herkunfts- und Klassifikationslogik des Bierzo besonders präzise ausstellt.
Mencía aus alten Parzellen
Sangarida Mencía wird aus 100 % Mencía vinifiziert. Das Lesegut stammt aus mehreren über 50 Jahre alten Parzellen in San Lorenzo del Bierzo an den Hängen der Montes Aquilianos. Damit ist die Herkunft dieses Weins konkreter gefasst als durch die bloße Angabe der Rebsorte oder des Anbaugebiets: Entscheidend sind sowohl der einzelne Ort als auch das Alter der genannten Parzellen.
Weiße Weine mit unterschiedlichen Herkunftsaussagen
La Yegua ist kein roter Mencía-Wein, sondern eine weiße Cuvée aus gleichen Anteilen Godello und Doña Blanca. Besonders bei der Doña-Blanca-Komponente verweist die Produzentenseite auf vier sehr alte, zwischen 1901 und 1910 gepflanzte Weinberge. Diese sind als Mischpflanzungen mit Mencía beschrieben.
La Guiana verfolgt einen anderen Ansatz: Der Wein besteht aus 100 % Godello, wird im Fass vergoren und im Fass ausgebaut. Zusätzlich ist er vom D.O. Bierzo als Vino de Paraje qualifiziert. Der Begriff bezeichnet hier keine allgemeine Stilbehauptung, sondern die ausdrücklich angegebene Herkunftskategorie dieses Weins.
Wofür Sangarida steht
Die Marke verbindet damit eine klar dokumentierte Arbeit mit Mencía und Godello mit einzelnen Weinen, deren Profil über Rebsortenbezeichnungen hinausgeht. Bei Sangarida Mencía liegt der Akzent auf alten Parzellen in San Lorenzo del Bierzo, bei La Yegua auf der Verbindung von Godello und Doña Blanca aus historischen Weinbergen und bei La Guiana auf Godello, Fassausbau und der Qualifikation als Vino de Paraje. Diese Unterschiede machen die Markenwelt nachvollziehbar, ohne die einzelnen Weine auf eine einheitliche Stilformel zu reduzieren.