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Familiengeschichte im Robertson Valley
Springfield Estate liegt im von Bergen umgebenen Robertson Valley in der südafrikanischen Provinz Western Cape. Die Farm befindet sich laut eigener Markendarstellung seit 1898 im Besitz derselben Familie. Das Weingut gehört Nachfahren französischer Hugenotten in neunter Generation – eine Herkunftsgeschichte, die bei Springfield Estate eng mit der Identität des Betriebs verbunden ist.
Wenig Intervention, klare Herkunft
Die Arbeitsweise folgt dem Grundsatz, möglichst im Weinberg und möglichst wenig im Keller einzugreifen. Der Produzent beschreibt seine Weinbereitung als natürlich und direkt. Bei den meisten Weinen kommen natürliche Wildhefen von den Traubenschalen für die Gärung zum Einsatz. Das ist eine konkrete kellerwirtschaftliche Entscheidung: Die alkoholische Gärung wird nicht grundsätzlich mit zugesetzten Reinzuchthefen eingeleitet.
Auch die Böden werden differenziert betrachtet. Auf dem Besitz finden sich quarzreiche, kalkhaltige und sandige Bereiche; einzelne Flächen bestehen laut Weingut zu etwa 70 Prozent aus Quarzgestein. Diese geologische Vielfalt bildet einen wichtigen Teil der standortbezogenen Arbeitsweise, ohne dass daraus eine pauschale Stilbehauptung für jeden einzelnen Wein folgt.
Reife als Teil der Weinphilosophie
Springfield Estate füllt die Weine nach eigener Darstellung, sofern möglich, ungefiltert und ungeschönt ab. Filtration und Schönung werden damit nicht als zwingende Standards für jede Abfüllung beschrieben. Ausgewählte Weine erhalten außerdem eine längere Reifezeit im Fass und in der Flasche.
Besonders greifbar wird dieser Ansatz in The Work of Time. Die markeneigene Bordeaux-Cuvée wurde erstmals mit dem Jahrgang 2001 hergestellt; die Linie steht für längere Fass- und Flaschenreife. Sie gehört damit zum historischen Markenkontext von Springfield Estate und steht für eine auf längere Fass- und Flaschenreife ausgerichtete Weinbereitung.