Weingut Eymann

Das Weingut Eymann ist ein eigenständiges Familienweingut in Gönnheim, das seit 1961 besteht und seit den frühen 1980er-Jahren zu den Pionierbetrieben des ökologischen Weinbaus zählt. Heute bewirtschaftet der Betrieb knapp 18 Hektar in Gönnheim, Bad Dürkheim und Wachenheim.

Im Mittelpunkt stehen klassische Herkunftsweine aus Riesling und Spätburgunder sowie traditionell flaschenvergorene Schaumweine. Alte, wurzelechte Riesling-Parzellen, biodynamische Bewirtschaftung und eine Kellerarbeit mit Handlese, Spontangärung und langem Hefelager prägen das fachliche Profil.

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Ein Familienweingut mit früher ökologischer Ausrichtung

Das Weingut Eymann wurde 1961 gegründet. Bereits seit den frühen 1980er-Jahren gehört es nach eigener Einordnung zu den Pionierbetrieben des ökologischen Weinbaus. Die Weinberge werden seit mehr als 20 Jahren nach biologisch-dynamischen Prinzipien bewirtschaftet; seit 2006 ist das Weingut Vertragsmitglied bei DEMETER. Damit ist die ökologische Ausrichtung nicht nur ein jüngerer Aspekt der Marke, sondern Teil ihrer über Jahrzehnte gewachsenen Entwicklung.

Die Rebflächen umfassen knapp 18 Hektar und verteilen sich auf Gönnheim, Bad Dürkheim und Wachenheim. Vincent Eymann leitet das Familienweingut seit 2015. Unter seiner Leitung wurde die Ausrichtung auf Riesling und Spätburgunder stärker fokussiert.

Riesling und Spätburgunder als Herkunftsträger

Das Portfolio konzentriert sich auf klassische Herkunftsweine aus Riesling und Spätburgunder. Eine Besonderheit des eigenen Herkunftsprofils sind nach Angaben des Weinguts einige der letzten uralten, wurzelechten Riesling-Parzellen der Pfalz. „Wurzelecht“ bezeichnet Reben, die nicht auf eine andere Unterlagsrebe gepfropft wurden; bei alten Rebanlagen ist diese Eigenschaft ein klar benanntes Merkmal der Herkunft und des Rebbestands.

Auch die Böden werden standortbezogen beschrieben: Die Gönnheimer Lagen Sonnenberg und Mandelgarten stehen für schwere, kalkreiche Lössböden. In den Wachenheimer und Dürkheimer Haardtrandlagen prägen Buntsandstein und das Klima des Pfälzerwaldes die Bedingungen. Diese Angaben bilden die Grundlage für eine differenzierte Betrachtung der Herkunft, ohne die einzelnen Lagen pauschal gleichzusetzen.

Handwerkliche Weinbereitung und Flaschengärung

Die Weinbereitung beginnt mit Handlese. Im Keller setzt das Weingut auf Spontangärung und ein längeres Hefelager. Die Gärung erfolgt dabei mit den natürlich vorhandenen Hefen; das Hefelager dient zudem der natürlichen Stabilisierung. Nach eigener Darstellung verzichtet der Betrieb dadurch auf oenologische Additive und Schönungsmittel im Keller.

Neben den stillen Weinen aus Riesling und Spätburgunder gehören Schaumweine aus traditioneller Flaschengärung zum Markenprofil. Bei diesem Verfahren findet die zweite Gärung in der Flasche statt. Zusammen mit den alten Riesling-Reben und der biodynamischen Bewirtschaftung ergibt sich ein klar umrissenes Profil, das Herkunft, Rebbestand und zurückhaltende Kellerarbeit miteinander verbindet.

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