
Chardonnay gehört zu den beliebtesten Rebsorten in Deutschland. Hier findest du einen kompakten, aber detailreichen Steckbrief: Geschmack, typische Anbaugebiete, Stilrichtungen und fünf häufige Wein-Beispiele – damit du schneller den passenden Chardonnay für deinen Anlass findest.
Schnellüberblick
| Fakt | Stand | Bedeutung |
|---|---|---|
| Farbe | weiß | Hilft bei der Stil- und Speisenwahl |
| Typische Aromen | Zitrus, Apfel, gelbe Frucht, bei Holz: Vanille/Nuss | So erkennst du den Charakter im Glas |
| Säure | mittel | Bestimmt Frische, Trinkfluss und Lagerfähigkeit |
| Körper | mittel bis kräftig | Von leicht bis kräftig – wichtig für Foodpairing |
| Typische Stilrichtung | meist trocken | Trocken, feinherb oder edelsüß je nach Ausbau |
| Hauptregionen in Deutschland | Baden, Pfalz, Rheinhessen, Württemberg, Saale-Unstrut | Regionen prägen Klima, Boden und Stil |
| Ausbau-Hinweis | Stahltank &/oder Holz & Hefe möglich | Ausbau beeinflusst Textur, Würze und Reife |
| Servieren & Trinkfenster | 9–12 °C; Trinkfenster: 3–10 Jahre (holzbetont oft länger) | Temperatur & Reife entscheiden über Genuss |
Was Chardonnay im Glas zeigt
International bekannt und in Deutschland zunehmend verbreitet. Der Stil reicht von schlank-frisch bis burgundisch mit Holz und Hefe.
In Deutschland wird Chardonnay in unterschiedlichen Regionen angebaut – dadurch entsteht eine große Bandbreite: von frischer, leichter Stilistik bis hin zu komplexen, lagerfähigen Weinen. Entscheidend sind Herkunft (Region/Ort/Lage), Erntezeitpunkt und Ausbau (Stahltank, Holz, Hefelager).
Geschmacksprofil & typische Stile
Chardonnay zeigt häufig Zitrus, Apfel, gelbe Frucht, bei Holz: Vanille/Nuss. Je nach Ausbau wirkt der Wein eher mittel bis kräftig und die Säure ist meist mittel. Typisch ist ein Spektrum von meist trocken – deshalb lohnt es sich, die Geschmacksangabe und den Ausbauhinweis zu lesen.
- Chardonnay trocken (frisch)
- Chardonnay mit Barrique (burgundisch)
- Chardonnay auf der Hefe (cremig)
- Chardonnay Sekt (Blanc de Blancs)
- Chardonnay ‚Reserve‘ (kräftig)
Anbaugebiete in Deutschland
Schwerpunkte für Chardonnay findest du vor allem in diesen deutschen Weinregionen:
- Baden
- Pfalz
- Rheinhessen
- Württemberg
- Saale-Unstrut
Je kühler die Lage, desto frischer und säurebetonter fällt Chardonnay oft aus. Wärmere Regionen bringen mehr Reife, Körper und manchmal höhere Alkoholwerte.
Kurzer Geschichts-Check
International bekannt und in Deutschland zunehmend verbreitet. Der Stil reicht von schlank-frisch bis burgundisch mit Holz und Hefe. Für viele Sorten gilt: Erst mit moderner Kellertechnik und gezielter Lagenarbeit wurden trockene, herkunftsbetonte Stile in Deutschland breiter etabliert.
5 beliebte Wein-Beispiele aus Deutschland
Diese Beispiele sind typische Stil- und Qualitätsformen, wie sie in Deutschland häufig angeboten werden:
- Chardonnay trocken (frisch)
- Chardonnay mit Barrique (burgundisch)
- Chardonnay auf der Hefe (cremig)
- Chardonnay Sekt (Blanc de Blancs)
- Chardonnay ‚Reserve‘ (kräftig)
Foodpairing: Dazu passt Chardonnay
Wenn du Chardonnay zum Essen kombinieren willst, sind das erprobte Matches:
- Brathuhn
- Lachs & Thunfisch (gegrillt)
- Pasta Alfredo
- Weichkäse
- Gerichte mit Butter/Creme
- Geflügelragout
Servieren, Lagern, Trinkfenster
9–12 °C; Trinkfenster: 3–10 Jahre (holzbetont oft länger). Grundregel: Lieber etwas kühler starten und das Glas im Laufe des Abends wärmer werden lassen.
Kaufberatung: So findest du guten Chardonnay
- Holz sollte Struktur geben, nicht dominieren
- Gute Chardonnay zeigen Frische trotz Fülle
- Blanc de Blancs-Sekt: auf Flaschengärung achten
- Zu warm = Alkohol wirkt, zu kalt = Aromatik zu
- Herkunft und Ausbauart (Stahl/Holz/Hefe) gezielt wählen
FAQ
Ist Chardonnay eher trocken oder süß?
Chardonnay kann je nach Ausbau trocken, feinherb oder restsüß ausgebaut sein. Entscheidend sind Winzerstil, Jahrgang und ggf. Prädikat bzw. Geschmacksangabe.
Welche deutschen Regionen sind für Chardonnay typisch?
Die Schwerpunkte liegen vor allem in: Baden, Pfalz, Rheinhessen, Württemberg u. a.. Je nach Region unterscheiden sich Körper, Säure und Aromatik spürbar.
Welche Temperatur ist ideal zum Servieren?
9–12 °C
Woran erkenne ich Qualität beim Kauf?
Achte auf Herkunft (Ort/Lage), sauberen Ausbau, stimmige Säure-Frucht-Balance und moderate Alkoholwerte. Bei Premium-Weinen helfen Jahrgang, Ausbauhinweise und seriöse Erzeuger.
Wie lange kann ich Chardonnay lagern?
Basisqualitäten eher jung (1–3 Jahre), hochwertige Herkunfts-/Reserveweine deutlich länger.
Zu welchem Essen passt Chardonnay am besten?
Sehr gut passen u. a.: Brathuhn, Lachs & Thunfisch (gegrillt), Pasta Alfredo, Weichkäse u. a..
Ist Chardonnay als Geschenk geeignet?
Ja – besonders, wenn du einen Stil wählst, der zur Person passt (z. B. trocken & elegant oder fruchtbetont). Herkunftsweine wirken oft hochwertiger als anonyme Basisqualitäten.
Gibt es gute Alternativen zu Chardonnay in Deutschland?
Je nach Stil bieten sich nahe Verwandte oder ähnliche Aromatiker an. Wer es frisch mag, greift z. B. zu Burgundersorten oder aromatischen Spezialitäten; wer es kräftig mag, zu strukturierten Reserven oder Cuvées.
Quellen & Faktencheck (Stand: Januar 2026)
Schlüsselaussagen wurden gegen mehrere Primär- und Statistikquellen geprüft.
- Deutsches Weininstitut (DWI): Deutscher Wein Statistik 2024/2025 – Rebflächen nach Rebsorten (Datenstand 03.06.2024).
- Deutsches Weininstitut (DWI): Rebsorten-Übersicht und Rebsortenporträts (Allgemeininfos zu Sorten & Stil).
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Weinbau-Statistik (Einordnung der wichtigsten Sorten).
- Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste Reben (Sortenmerkmale & Synonyme, Stand 01.03.2024).
- Fachpresse Weinwirtschaft/Weinbau (Trendthemen, z. B. PIWI-Zuwächse).