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Eine Bodega, zwei Namen, viele Parzellen
Hinter Alegre Valgañón stehen Eva Valgañón und Oscar Alegre. Die Bodega ist in Sajazarra in La Rioja ansässig und verortet ihre Weinberge zwischen dem Río Tirón und den Peñas de Jembres. Mehr als 15 Hektar verteilen sich auf 17 Parzellen, deren Prägung sich über mehr als hundert Jahre entwickelt hat. Damit erzählt die Marke ihre Weine nicht allein über eine einzelne Rebsorte, sondern auch über benannte Herkunfts- und Parzellenweine.
Zum eigenständigen Profil gehören unter anderem Carra Santo Domingo, Bahierra, Las Llanas und La Calleja sowie der Blanco und die reinsortige Garnacha. Die Bezeichnungen machen die Aufteilung in einzelne Weine und Herkünfte sichtbar, ohne daraus automatisch eine qualitative Rangfolge abzuleiten.
Blanco: mehrere Rebsorten, mehrere Gärgefäße
Der Blanco verbindet Viura, Garnacha Blanca, Rojal und Calagraño aus alten Reben in den Montes Obarenes. Bemerkenswert ist die Kombination verschiedener Kellerwege: Die Bodega vergärt Partien in Edelstahl, Holz und Beton. Ein Teil der Trauben wird mit Schalen verarbeitet, ein anderer direkt gepresst. Der Wein steht damit exemplarisch für einen Ansatz, bei dem Rebsortenherkunft und unterschiedliche Vinifikationsformen zusammengeführt werden.
Garnacha aus Cárdenas
Eine weitere präzise gesetzte Herkunftsangabe liefert die reinsortige Garnacha. Sie stammt aus Cárdenas, aus einer alten Rebanlage auf 600 Metern Höhe mit Nordausrichtung. Die Bezeichnung „Garnacha de altura“ verweist hier auf die konkrete Höhenlage und den kühlen, nordorientierten Standort der Anlage – nicht auf eine allgemeine Stilbehauptung über sämtliche Weine der Bodega.
So lässt sich Alegre Valgañón vor allem als eigenständiges Projekt von Eva Valgañón und Oscar Alegre mit einer differenzierten Weinbergs- und Weinlinienstruktur einordnen: Sajazarra bildet den Sitz, die Parzellen und benannten Herkünfte geben der Marke ihre innere Gliederung.