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Ein junges Champagne-Projekt mit eigener Handschrift
Champagne Barrat-Masson entstand 2010 aus dem gemeinsamen Lebens- und Weinprojekt von Aurélie, einer Önologin, und Loïc, einem Winzer. Die Rebflächen umfassen sieben Hektar und liegen zwischen Villenauxe-la-Grande und Bethon. Der Rebsatz ist deutlich vom Chardonnay geprägt: Der Produzent nennt 90 % Chardonnay und 10 % Pinot Noir.
Biologischer Weinbau und zurückhaltender Ausbau
Die Weinberge werden biologisch bewirtschaftet. Für die Weinbereitung setzt Barrat-Masson auf zwei traditionelle Coquard-Pressen mit einer Kapazität von 2.000 beziehungsweise 4.000 Kilogramm. Die Moste werden in Edelstahl, Holzfässern und Demi-Muids vinifiziert. Diese Kombination beschreibt eine Arbeitsweise, bei der unterschiedliche Ausbaugefäße Teil des Herstellungsrahmens sind.
Der Produzent bezeichnet den Ausbau als möglichst wenig interventionistisch und spricht von einer natürlichen Stilistik. Beim Degorgieren kommt laut Weingut keine Zugabe von Dosagelikör zum Einsatz; der Vorgang erfolgt „à la volée“. Damit ist eine konkrete Entscheidung der Herstellung benannt, ohne daraus pauschal einen bestimmten Geschmack jedes einzelnen Weins abzuleiten.
Cuvées, die nicht jedes Jahr erscheinen
Zum dokumentierten Cuvée-Portfolio gehören unter anderem Fleur de craie, Grain d’argile, Les Margannes, Nuances de Cornoie, La Grande Homée, Les Volies und La Jancélie. Diese Namen stehen für den Cuvée-Kontext der Marke, nicht automatisch für eine jährlich konstante Kollektion. Barrat-Masson erklärt ausdrücklich, dass nicht alle Cuvées in jedem Jahr erzeugt werden. Entscheidend sind die jeweiligen Eigenschaften des Jahrgangs.
Für die Einordnung der Marke ist deshalb weniger eine starre Produktfolge maßgeblich als die Verbindung aus sieben Hektar Rebfläche, biologischer Bewirtschaftung, variablen Ausbaugefäßen und einer jahrgangsabhängigen Auswahl der Cuvées.