Castell d'Encús

Castell d’Encús ist das 2001 von Raül Bobet initiierte Weingutprojekt innerhalb der Herkunftsbezeichnung Costers del Segre. Die Hauptfinca liegt auf 800 bis 950 Metern Höhe; weitere Rebflächen befinden sich in Santa Engràcia auf 1.000 Metern und in Astell auf 1.230 Metern.

Eine besondere Rolle spielen neun im 12. Jahrhundert von Hand in den Fels geschlagene Steinbecken, von denen sechs zur Gärung genutzt werden. Für einen Teil der Weine kombiniert Castell d’Encús wilde Hefen mit der Gärung im Stein – eine konkrete Verbindung von historischem Ort und heutiger Weinbereitung.

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Ein Weingutprojekt in besonderen Höhenlagen

Castell d’Encús entstand 2001 auf Initiative von Raül Bobet. Die Hauptfinca liegt auf 800 bis 950 Metern Höhe. Weitere Rebflächen befinden sich in Santa Engràcia auf 1.000 Metern und in Astell auf 1.230 Metern. Damit ist die Höhenstaffelung ein präzise belegter Bestandteil des Projekts – nicht nur eine allgemeine Charakterisierung der Landschaft.

Castell d’Encús ist der Herkunftsbezeichnung Costers del Segre zugeordnet. Deren geografischer Geltungsbereich umfasst laut der zuständigen Herkunftsorganisation sieben Subzonen, darunter Pallars Jussà. Diese Einordnung verortet das Weingut innerhalb des offiziell abgegrenzten Herkunftsgebiets Costers del Segre.

Historisches Erbe als Teil der Weinbereitung

Auf der Finca stehen die Ruinen einer mittelalterlichen Burg, eines Klosters und einer romanischen Kapelle. Diese Anlagen werden als Teil der Markengeschichte bewahrt. Besonders unmittelbar wirkt die Vergangenheit jedoch in den neun historischen Steinbecken, die im 12. Jahrhundert von Hand in den Fels geschlagen wurden. Sechs dieser Becken nutzt das Weingut nach eigenen Angaben für die Gärung.

Für einen Teil der Weine kombiniert Castell d’Encús wilde Hefen mit der Gärung in diesen historischen Steinbecken. Wilde Hefen sind natürliche Hefen, die nicht als gezielt zugesetzte Reinzuchthefe eingesetzt werden. Die Entscheidung für das Steinbecken ist davon unabhängig: Sie bezeichnet das konkrete Gärgefäß und damit einen eigenen Herstellungsschritt. Zusammen ergeben beide Verfahren ein klar umrissenes Merkmal der Weinbereitung von Castell d’Encús.

Weinlinien im historischen und offiziellen Kontext

Die offizielle Profilseite der Herkunftsorganisation führt Castell d’Encús unter anderem mit den Weinlinien Taleia und Ekam bei den Weißweinen sowie Thalarn, Acusp und Quest bei den Rotweinen. Diese Namen gehören zum dokumentierten Portfolio- und Markenkontext. Aus ihrer Nennung lässt sich jedoch keine Aussage über eine bestimmte aktuelle Abfüllung oder Verfügbarkeit ableiten.

So steht Castell d’Encús für ein klar identifizierbares Zusammenspiel: ein 2001 von Raül Bobet initiiertes Weingutprojekt, Rebflächen in unterschiedlichen Höhenlagen innerhalb von Costers del Segre und historische, in den Fels gearbeitete Gärbecken, die weiterhin in die Herstellung einzelner Weine einbezogen werden.

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