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Aÿ als Bezugspunkt der Maison
Henri Giraud ist in Aÿ-Champagne ansässig und trägt diesen Ort auch in der eigenen Herkunftserzählung. Die offizielle Champagne-Institution beschreibt die Weine der Maison als von den Grands Crus von Aÿ geprägt. Damit steht nicht eine abstrakte Vorstellung von „Champagne“ im Vordergrund, sondern ein klar benannter Ortsbezug innerhalb der Appellation.
Die Geschichte der Familie reicht nach ihrer dokumentierten Chronik weit zurück: François Hémart erscheint dort im Frühjahr 1625 in den Pfarrregistern von Aÿ. Dieser Nachweis markiert den frühen Ausgangspunkt einer Familiengeschichte, die für das Selbstverständnis von Henri Giraud wesentlich ist.
Das kleine Eichenfass als Herstellungsmerkmal
Charakteristisch für Henri Giraud ist die Vinifikation in kleinen Eichenfässern. Nach Angaben der Champagne-Institution werden dafür kleine Eichenfässer aus zertifiziertem Holz historischer Wälder der Champagne verwendet. Das Fass ist bei der Maison somit nicht bloß ein Behälter für einzelne Partien, sondern ein ausdrücklich benanntes Element ihrer Arbeitsweise.
Besonders deutlich wird dies bei den Linien Code Noir und Fût de Chêne: Sie werden als besonders ausgewählte Linien beschrieben, die im Eichenfass vinifiziert und ausgebaut werden. Vinifikation bezeichnet dabei die Umwandlung des Mostes in Wein; der anschließende Ausbau umfasst die weitere Entwicklung des Weins im gewählten Gebinde. Beide Schritte finden bei diesen Linien im Holz statt.
Fût de Chêne AY Grand Cru: ein datierter Meilenstein
Die Cuvée Fût de Chêne AY Grand Cru besitzt innerhalb der Familienchronik einen präzise dokumentierten Status. Für 1991 ist dort ihr erster Jahrgang verzeichnet; damals wurden 10.000 Flaschen eingelagert.
So verbinden sich bei Champagne Henri Giraud drei konkret fassbare Konstanten: Aÿ als Herkunfts- und Geschichtsort, das kleine Eichenfass als markantes Herstellungsmerkmal sowie eine Signatur-Cuvée, deren Beginn auf 1991 datiert ist.